Netzwerkarbeit

Als einziger Landesdachverband begleiten wir das Praxisfeld der bildenden Kunst in seiner Gesamtheit. Wir treten für die notwendigen Bedingungen einer lebendigen Kunstlandschaft in Sachsen ein, wo die Kultursparte „Bildende Kunst“ ausdrücklich geprägt von Einzelkünstlern und individuell engagierten Akteuren Strukturhintergrund und Lobby dringend braucht. Bei im Land verstreuten, vom Engagement Einzelner abhängigen Unternehmungen im bildkünstlerischen Bereich, seien es selbständige künstlerische Angebote, Kunstpräsentationsräume, öffentliche Kunstprojekte, kreative Angebote oder Kinderateliers, aber auch einem streitbaren und angesichts ihrer unkonventionellen Entwicklungen in der Öffentlichkeit auch ungesichert erscheinenden Kunstbegriff, ist ein vermittelndes und vernetzendes Organ und eine Kontakt- und Netzwerkstelle besonders nötig, um die Projektträger zu unterstützen und auch vermittelnd den produktiven Wert von bildender Kunst zu kommunizieren. Unsere Aufgabe lautet daher nicht zuletzt: Angebote der Künstler und Initiativen in ihren gegenwärtigen Potenzialen deutlich zu machen sowie potenzielle Adressaten für Fragen der Kunst ansprechbar zu machen und damit Strukturen und Möglichkeiten für deren Produktion und Rezeption und letztlich die Zukunft des Kulturlandes zu sichern.

Vordringlich ins öffentliche Bewusstsein zu bringen ist, dass die bildnerische und auch die sich mit Präsentationen verbindende Konzeptarbeit - sei es von Künstlern oder Ausstellungsräumen bzw. -häusern - bessere Wertschätzung und existenzielle Grundlegung braucht, auch um qualitativ substanziell zu bleiben. Weder dürfen die schöpferischen Leistungen der Künstler noch die konzeptuelle Vorbereitung von Ausstellungspräsentationen u.ä. in ihrer Fachlichkeit unterschätzt werden, wenn man die Kunstentwicklung angemessen und in ihrer Qualität befördern will.

Als Begleiter und Dienstleister für die Belange der Sparte „Bildende Kunst“ und im Sinne der Künstler halten wir uns hinsichtlich der gebündelten Vermittlung von Informationen in der Funktion eines Kommunikators und Koordinators auf der gesamtsächsischen Ebene für alle Interessengruppen und Akteure auf diesem Feld jederzeit ansprechbar. Wir sind überzeugt davon, dass die kulturpolitische Vertretungsaufgabe der Sparte „Bildende Kunst“ und der Künstler die Rückkopplung und Koordinierung zwischen Praxis und Infrastruktur verlangt. Im Sinne einer besseren Vermittlung von Ansatzpunkten bildender Kunst soll es weiter auch darum gehen, die Seite der Kunstvermittler über unseren Verband mit zu vernetzen und zu unterstützen und unsere Dachverbandsaufgabe auch in der Vertretung der Kunstvermittlungsinitiativen zu sehen, auf die es für die Zukunft der bildenden Kunst entscheidend mit ankommt.

Für die bildende Kunst sind institutionelle Strukturen weniger als in anderen Kultursparten gegeben, vielleicht gerade, weil man sie und sie sich auch selbst jenseits institutioneller Verfestigung sieht. Doch diese Libertät wird für sie immer existenzieller. Das Format der Projektförderung scheint für heutige Kunst und ihre zunehmend kontextspezifischen und beteiligungsorientierten Kunstformen zwar angemessen, denen, auf die man dabei setzt, geht aber zunehmend die Puste aus. Wir treten ein für mehr investitive Möglichkeiten und konzeptionellen und schöpferischen Freiräume für Projektträger, um substanzielle Beiträge mit einem gegebenen Vorlauf und Leistungsvergütung entwickeln zu können. In dieser für die wenigsten im Land aktiven Kunstvereine bisher gegebene Finanzierung für ihre Profil und Qualität bestimmende Programmarbeit sehen wir eine Notwendigkeit für eine ernst zu nehmende Zukunft künstlerischer Entwicklung.
LyH

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