Hochschule Mittweida, Zentrum für Medien und Soziale Arbeit

Projektbeschreibung

Bezugnehmend auf das Betätigungsfeld der Sozialen Arbeit, etwas zum Erliegen gekommenes wieder aufzurichten, wurden die Bewegungsfotografien vom Fotografen Muybridge zum Ansatz genommen, um einen Prozess bildhaft werden zu lassen, der parallel an das Medium Film erinnert. Ausgangspunkt war das Phänomen, dass wir 16 Bilder pro Sekunde als scheinbar bewegtes Bild wahrnehmen, am Anfang der Filmgeschichte wurden mit dieser Frequenz Stummfilme hergestellt.Vor dem Haupteingang des Zentrums für Medien und Soziale Arbeit der Hochschule Mittweida bilden 16 Leuchtkörper aus Edelstahl eine Bewegungsfolge entlang der Sitzbank des Vorplatzes– sich von einer liegenden zu einer stehenden Säule aufrichtend. Die Körper entsprechen den Durchschnittsmaßen einer ausgewachsenen Person.

Die Arbeit ‚Anstoß‘ nimmt in technischer Erscheinung und inhaltlichem Ausdruck Bezug auf beide Fakultäten, die der Medien und die der Sozialen Arbeit. Sie assoziiert den Prozess des Filmens/ Dokumentierens [Medien], und sie weist auf ein Aufrichten in der Zukunft [Soziale Arbeit]. Die Edelstahlkörper haben eine matt geschliffene Oberfläche. An den schmalen Seiten sind jeweils Verbundsicherheitsglas-Milchglas-Scheiben eingesetzt. Diese leuchten bei Dunkelheit durch eingesetzte LED-Leuchten und lassen die Bewegungsfolge auch am Abend eindrucksvoll sichtbar werden.

Künstler

Philipp Fritzsche

Titel:

Anstoß – 16 Leuchtkörper pro Sekunde

Ort:

Kunstinstallation am Neubau des Zentrums für Medien und Soziale Arbeit der Hochschule Mittweida

Realisierung:

Entwurf 2012, Fertigstellung September 2014

Bauherr:

Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien– und Baumanagement Chemnitz

Fotos: Philipp Fritzsche