Staatliche Studienakademie und Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit

Projektbeschreibung

all(paper) greift subversiv in die Architektur des Treppenhauses des Neubaus ein.

Als wäre ein Abschnitt der Wand - eine Tapete verrutscht und nach oben geschoben, entsteht so unter der Decke eine horizontale Faltung, eine Neuinterpretation von Stuck. Entscheidend ist die subtile Irritation, die die organische Form in dem täglich hoch-frequentierten Treppenhaus erzeugt.

Vom zweiten Stock kommend, läuft man unmittelbar auf sie zu, parallel zum Balkon gehend ist der zwischen Decke und Wand weich vermittelnde Faltenwurf plastisch gut ablesbar (siehe Abbildung).

wall dominiert durch plastische Präsenz die gesamte Fassadenfläche des Verbinderbaus. Das Prinzip Wand als raumbegrenzende Fläche gerät in Bewegung durch die unregelmäßigen, senkrecht verlaufenden Falten und Wellen. Die Oberflächenerscheinung akzentuiert so die vorhandene Architektur und definiert die Raumsituation neu. Dominant trotz farblicher Zurücknahme verändert sich die Arbeit durch den Sonnenverlauf und den Perspektivwechsel des Betrachters.

Den zwei Arbeiten kommt eine ähnliche Aufgabe zu: In klaren, fest-stehenden Ordnungssystemen schaffen sie eine Öffnung, eine organische Form, einen Kontrapunkt, beschreiben sie das Prinzip der Bewegung. Beide Prinzipien bedingen einander, erfahren Stärkung in ihrer Wirkung im gleichzeitigen Nebeneinander.

Titel:

1.wall(paper) Wandarbeit im ersten Obergeschoss des Neubautreppenhauses

2.wall Fassadenarbeit am Verbinderbau

Ort:

Campus der Sächsischen Studienakademie und der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit Dresden

Realisierung:

Entwurf 2010, Fertigstellung 2011

Bauherr:

Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien– und Baumanagement Dresden

Fotos: Patricia Westerholz