Deutscher Kulturrat nimmt die Freie Szene in den Fokus

Das Titelthema der vom Deutschen Kulturrat herausgegebenen Zeitung Politik&Kultur ist in der Mai/Juni-Ausgabe der Freien Szene gewidmet. Die Freie Szene vereint „die Gesamtheit aller professionellen freien Kunstschaffenden, Künstlerinnen und Künstler, Ensembles, Einrichtungen und Strukturen in freier Trägerschaft aus den Bereichen Architektur, bildende Kunst, darstellende Kunst, Musik, Neue Medien, Literatur sowie aller spartenübergreifenden und transdisziplinären künstlerischen Arbeiten“ (P&K, S.21) Gemein ist ihren Akteuren, dass sie projektbasiert oder gänzlich ohne Förderung arbeiten, was letztlich zu Selbstausbeutung und Prekarisierung der Szene beiträgt. Um künstlerische Experimente wagen, profilierte Programmarbeit schultern und künstlerische Freiräume erhalten zu können, bedarf es strukturunterstützender Förderinstrumente, deren Ansatz mehr bedarfsorientiert und dafür weniger bürokratisch ist. Was Janina Benduski, Vorsitzende des Bundesverbandes Freie Darstellende Künste für ihre Sparte proklamiert, nämlich, dass „die klare Notwendigkeit (besteht), kontinuierliche künstlerische Tätigkeit auch überjährig und langfristig zu unterstützen“ gilt ebenso für die bildende Kunst. Dass die Forderungen nach besseren Rahmenbedingungen für Künstlerinnen und Künstler hier und da auf fruchtbaren Boden fallen, ist zu begrüßen, von einem generellen Durchbruch der Forderungen auf politischer Ebene sind wir jedoch noch weit entfernt. Der im April 2018 zurück getretene Sprecher der Koalition der Freien Szene in Berlin Christophe Knoche resümierte in seiner Abschlussrede: „Noch immer ist zu wenig verstanden, nichts ist erledigt“. Der Adressat seiner Worte dürfte allerdings nicht nur in der Kommune und im Land Berlin, auf die er sich bezog und wo die Koalitionäre durchaus einiges bewirken konnten, zu finden sein.

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SH

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Bundesverfassungsgericht erkennt Street Photography als Kunstform an

Am 8. Februar dieses Jahres entschied das Bundesverfassungsgericht, dass die Straßenfotografie als Kunst angesehen werden kann. Dies ist die erste Bewertung der Street Photography als Kunstform mit Bezug auf das Kunsturhebergesetz seit 1907. Sie gründet auf einen konkreten Fall und nahm dabei eine für die künstlerische Fotografie durchaus wegweisende Gewichtung von Kunstfreiheit und Recht am eigenen Bild, dem Persönlichkeitsrecht, vor.

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AfD soll Vorsitz des Unterausschusses Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik im Deutschen Bundestag erhalten – Kritik kommt u.a. vom Deutschen Kulturrat

Der Deutsche Kulturrat kritisiert in seiner Pressemitteilung vom 20. April, dass die AfD-Fraktion im Bundestag den Vorsitz des Unterausschusses Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik erhalten soll. Bereits zu Beginn der Wahlperiode hatte sich der Deutsche Kulturrat dagegen gewandt, dass die AfD-Fraktion den Vorsitz des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag erhält. Begrüßt wurde deshalb, dass sich die SPD-Fraktion dafür entschieden hat, beim Zugriffsverfahren auf diesen Ausschuss zu zugreifen.

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Sächsischer Europaminister Schenk zur EU-Förderung nach 2020

In ihrer Infomail 253 veröffentlichte die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen am 28. März 2018 folgende Information:

Europaminister Oliver Schenk hat für eine weitere faire und verlässliche EU-Förderung der Regionen in der kommenden Förderperiode geworben. „Die Regionalpolitik der Europäischen Union muss auch nach 2020 die Regionen spürbar und verlässlich unterstützen“, forderte Schenk am 14. März 2018 im Landtag in Dresden in einer Aktuellen Stunde.

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Konferenz „Grenzraumerfahrung – kulturelle und kreative Arbeit in ländlichen Grenz­regionen“

In ihrer Infomail 253 veröffentlichte die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen am 28. März 2018 folgende Information:

Kreatives Sachsen lädt zur Cross-Border Culture Conference 2018 nach Dresden und Rehlovice in Tschechien ein. An beiden Konferenzstandorten wird vom 25. bis 27. April 2018 zum Thema „Grenzraumerfahrung – kulturelle und kreative Arbeit in ländlichen Grenzregionen“ diskutiert und gearbeitet. Neben spannenden Netzwerk-möglichkeiten werden verschiedene Workshops und Podiumsrunden angeboten.
Anmeldungen sind bis zum 4. April 2018 möglich.

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Tagung: The Active Part of Art // 26. April bis 27. April 2018

Leitung: Dr. Sabine Baumann / Kosten: 100,- € (inkl. Ü/VP) / Anmeldeschluss: 13. Apr 2018

Aktuell konstatieren wir, dass sich in verschiedenen europäischen Ländern autoritäre nationale Entwicklungen vollziehen, die auch die Freiheit der Kunst berühren, so in Ungarn, Serbien, Polen aber auch außerhalb Europas – wie in der Türkei. Ebenso vollziehen sich in Deutschland gesellschaftspolitische Entwicklungen, die auch angesichts unserer Geschichte Anlass zur Sorge geben bzw. künstlerisches Handeln oder künstlerische Positionierung erfordern.

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Kürzung des Musik-, Kunst- und Sportunterrichts in Sachsen vorerst vom Tisch

Am 2. März berichtete die Freie Presse, dass das sächsische Kultusministerium beabsichtigt, zum Schuljahr 2019/20 in den fünften Klassen je eine Wochenstunde Kunst und Musik zu streichen. Mit den Streichungen, von denen auch der Sport- und Fremdsprachenunterricht betroffen sein sollten, wollte man rund 800 Lehrerstellen einsparen. Hingegen sollten Medien- und politische Bildung ausgebaut werden. In der Ausgabe vom 10./11. März meldete die DNN dass Unterrichtskürzungen in o.g. Fächern glücklicherweise vom Tisch sind.

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Kunstgespräch in Dresden // 4. April 2018 von 10 bis 12 Uhr

Gemeinsam mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) lädt das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) zum Kunstgespräch ein.

04. April 2018 von 10 bis 12 Uhr
im Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Wigardstraße 17, Dresden

Neben Staatssekretär Uwe Gaul werden die Leiter des Archivs der Avantgarden Herr Dr. Fischer und Herr Rezende und evtentuell weitere Vertreter*innen der SKD für den Gedankenaustausch zur Verfügung stehen.
Um formlose Anmeldung wird gebeten bis zum 28.02.2018 unter berufsverband@kuenstlerbund-dresden.de.

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Werkdatenbankeinträge verfänglich für amtliche Wertermittlung?

Immer wieder erreichen uns verunsicherte Anfragen, ob ein - auch für das Finanzamt - öffentlich einsehbares Werkverzeichnis zur Annahme hoher Eigentumswerte führen und quasi zum Beweis dafür werden kann.

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Gläserne Werkstatt des SMWK: »Museum – Dachboden – oder doch weg?«

24. April 2018, Beginn 19 Uhr
Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Wigardstraße 17, 01097 Dresden, Raum 2.31

Das Thema wird international diskutiert und doch sieht sich jedes einzelne Bundesland mit mehr Fragen als Antworten konfrontiert: Was tun mit dem Nachlass bildender Künstlerinnen und Künstler, mit wachsenden Bergen von Skulpturen, Grafiken und Gemälden?

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