Härtefallhilfen

Bis zum 30. September 2021 können Härtefallhilfen des Bundes beantragt werden. Das Programm zielt auf Unternehmen und Selbstständige, Vereine und andere am Markt tätige Organisationen ab, die aus den bisherigen Corona-Hilfsprogrammen des Bundes ausgeschlossen und durch die Krise in eine existenzbedrohende wirtschaftliche Lage geraten sind.

 

Wer wird gefördert?

Voraussetzungen:

  • Antragsteller:in ist aufgrund außergewöhnlicher Fallgestaltungen in den Corona-Hilfsprogrammen im jeweiligen Leistungszeitraum nicht antragsberechtigt und hat keinen Zugang zu einem Corona-Hilfsprogramm des Bundes, der Länder oder der Kommunen. Das betrifft z.B. Fälle, in denen wegen Krankheit, Elternzeit oder Umbaumaßnahmen keine Referenzumsätze aus 2019 vorhanden sind.
  • Antragsteller:in hat pandemiebedingt außerordentliche Belastungen zu tragen, die absehbar die wirtschaftliche Existenz bedrohen
  • Haupterwerbliche Tätigkeit

Was wird gefördert?

Der Leistungsumfang richtet sich nach den Leistungen im Programm Überbrückungshilfe im jeweiligen Leistungszeitraum. Es werden also bestimmte betriebliche Fixkosten wie die Miete, Versicherungsbeiträge usw. anteilig erstattet.

Als förderfähige Härtefälle sind im Freistaat Sachsen insbesondere die nachfolgend aufgeführten Fallkonstellationen zu bewerten. Diese Aufzählung ist nicht abschließend und dient als orientierungsgebende Grundlage.

Förderfähige Härtefälle können vorliegen, wenn die vorgesehenen oder auf Grund bestimmter Härten möglichen alternativen Vergleichsmonate der Überbrückungshilfen I‑III beispielsweise aufgrund der nachfolgenden Umstände zu außerordentlich niedrigen oder vollständig entfallenden Umsätzen in den Referenzzeiträumen, inklusive in den bestehenden Hilfen möglichen Alternativen auf Grund von Härtefällen, geführt haben (nicht abschließend):

  • Sanierungen,
  • Renovierungen oder Umbaumaßnahmen im Geschäftsbetrieb,
  • Krankheit,
  • Schwangerschaft,
  • Pflege- oder Erziehungszeit,
  • nicht selbst verschuldete Unfälle mit Schadensereignissen (z. B. Brand, Hochwasser),
  • Witterungsbedingungen,
  • auf Grund behördlicher Auflagen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie
  • Einschränkungen während der Anlaufphase bei Unternehmensgründungen

Als alternative Vergleichszeiträume können unter Wahrung der beihilferechtlichen Vorgaben einzelne Monate oder Durchschnittswerte mehrerer Monate zurückliegend bis einschließlich Januar 2018 angesetzt werden.

Wie wird gefördert?

  • Deckelung der Leistung auf 100.000 Euro pro Unternehmen im Regelfall
  • Der Antrag wird durch den prüfenden Dritten (durch eine:n vom Antragstellenden beauftragten Steuerberater:in, Wirtschaftsprüfer:in, vereidigten Buchprüfer:in, Steuerbevollmächtigte:n oder Rechtsanwält:innen) im Namen des Antragsstellenden über die digitale Schnittstelle www.haertefallhilfen.de an die Bewilligungsstellen, die Sächsische Aufbaubank — Förderbank, eingereicht. So sollen eine möglichst schnelle Antragsbewilligung ermöglicht und Missbrauchsfälle ausgeschlossen werden. Direktanträge sind nicht zugelassen. Hier geht es zum Antragsportal.
  • Der maximale Förderzeitraum umfasst Juni 2020 bis Juni 2021

Infos & Anträge: haertefallhilfen

Antragsfrist: 30. September 2021

Thema

Corona-Hilfe

Einreichungsfrist

30.09.2021