Hans-und-Lea-Grundig-Preis

Unter der Schirmherrschaft der Rosa-Luxemburg-Stiftung wird in Erinnerung an Hans Grundig (1901–1958) und Lea Grundig (1906–1977) der gleichnamige Preis für künstlerische, kunsthistorische und kunstvermittelnde Leistungen vergeben.

Ein Diasporist lebt und malt in zwei oder mehr Gesellschaften zugleich. Diasporistische Kunst ist von Grund auf widersprüchlich, sie ist internationalistisch und partikularistisch zugleich. Sie kann zusammenhanglos sein — eine ziemliche Blasphemie gegen die Logik der vorherrschenden Kunstlehre —, weil das Leben in der Diaspora oft zusammenhanglos und voller Spannungen ist; ketzerischer Einspruch ist ihr tägliches Lebenselixier.

(R.B. Kitaj: Erstes Manifest des Diasporismus, Zürich 1988)

Bei den künstlerischen Arbeiten (Malerei, Grafik, Zeichnung, Fotografie, Plastik, Installation, Film- und Videokunst, gerne auch gattungsübergreifend) werden aktuelle Beiträge für eine mit R.B. Kitaj «diasporistisch» zu nennende Kunst erbeten. Widerspruch, Widerstand, Migration, Flucht und Exil — immer mehr Menschen leben in mehreren Gesellschaften zugleich und wagen Kunst, die in ihrer Radikalität politisch ist.

Die Bewerbungen sind ausschließlich in digitaler Form bis 31. März 2021 in Deutsch oder Englisch einzureichen: info@hans-und-lea-grundig-stiftung.de. Der Bewerbung ist ein Statement bzw. ein Motivationsschreiben von maximal 1.500 Zeichen beizugeben. Bitte senden Sie Datenmengen über 3 MB über einen Link an die o.g. Adresse.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Preise werden Ende 2021 vergeben. Der Ort der Preisverleihung wird noch bekannt gegeben.

Jury
Der Jury gehören als Mitglieder an: Dr. Thomas Flierl (freiberuflicher Architekturhistoriker und Publizist, Berlin), Dr. Eckhart Gillen (freiberuflicher Kunsthistoriker und Kurator, Berlin), Henning Heine (Bereich Politische Kommunikation der Rosa-Luxemburg-Stiftung), Kathleen Krenzlin (Kunsthistorikerin, Leiterin der Galerie Parterre Berlin/Kunstsammlung Pankow), Dr. habil. Rosa von der Schulenburg (Kunsthistorikerin, Leiterin der Kunstsammlung der Akademie der Künste, Berlin), Luise Schröder (Bildende Künstlerin und Kunstvermittlerin, Leipzig, Berlin, Paris), Rachel Stern (Direktorin der Fritz Ascher Society New York City, Preisträgerin 2017), Dr.habil. Angelika Timm (Nahostwissenschaftlerin, Vertrauensdozentin der RLS, Berlin), Dr. Ines Weizman (Architekturhistorikerin, Royal College of Art, London, Preisträgerin 2015).

Koordination: Dr. Oliver Sukrow (Kunsthistoriker, TU Wien).

Genre

diverse

Kategorie

Thema

Diasporistische Kunst

Ort

Berlin

Einreichungsfrist

31.03.2021