Kunstprojekt Volksschule Johannes Messner

Wettbewerbsbedingungen
Terminübersicht
Auslobung: 29. Juni 2021
Kolloquium vor Ort: Mi. 21.7.2021, 16:00 Uhr
Abgabe Entwürfe/Einreichung: bis Freitag, 13.8.2021, 12:00 Uhr
Preisgerichtssitzungen: vorauss. KW 33/34
Realisierung: Herbst 2021

Wettbewerbsbedingungen
1) Auslober
2) Koordinierungsstelle
3) Gegenstand und Thema des Wettbewerbes
4) Art des Wettbewerbes
5) Rechtsgrundlagen der Ausschreibung
6) Teilnahmebedingungen
7) Wettbewerbsunterlagen
8) Ausgabe der Unterlagen
9) Geforderte Leistungen
10) Rückfragen und Begehung
11) Abgabe der Wettbewerbsarbeiten
12) Beurteilungsverfahren
13) Budget und Preise
14) Auftragserteilung, Urheberrecht und Realisierung
15) Veröffentlichung der Ergebnisse
16) Ausstellung der Projekte
17) Rückgabe der Wettbewerbsarbeiten

Anhang: Planskizze

1) Auslober des Wettbewerbes
Stadtgemeinde Schwaz, Franz-Josef-Str. 2, 6130 Schwaz

2) Koordinierungsstellen
Erstellung der Ausschreibungsunterlagen und Koordinierung des Wettbewerbes:
Kulturamt Stadt Schwaz, Franz-Josef-Str. 2, 6130 Schwaz, 05242/6960-320.

3) Gegenstand und Thema des Wettbewerbes

Kunst auf der Bildungseinrichtung Johannes Messner Volksschule Schwaz, Johannes-Messner-Weg 8, 6130 Schwaz.

4) Art des Wettbewerbes

Zu dem Realisierungswettbewerb sind alle im Sinne der Ausschreibung befähigten KünstlerInnen geladen. Die Einreichung hat so zu erfolgen, dass die Ideendarstellung der Jury anonym vorgelegt werden kann. (Siehe Pkt. 11)

5) Rechtsgrundlagen der Ausschreibung

Rechtsgrundlage für die Abwicklung des Wettbewerbes ist die vorliegende Ausschreibung mit den Wettbewerbsunterlagen und Beilagen.

6) Teilnahmebedingungen

Die Umsetzung des Kunstwerks geschieht im Verantwortungsbereich des Künstlers/der Künstlerin, muss jedoch nicht zwingend von ihm/ihr selbst ausgeführt werden.

Alle teilnehmenden KünstlerInnen stimmen durch ihre Einsendung den Wettbewerbsbedingungen stillschweigend zu und sind mit einer potentiellen Beauftragung und Bearbeitung einverstanden. Die beauftragte Künstlerin/der beauftragte Künstler erklärt sich ferner bereit, die Realisierung seines Projektes nach dem Juryentscheid in Koordination mit der Stadtgemeinde Schwaz und den von der Stadtgemeinde benannten Kontaktpersonen zu beginnen und zügig nach Jurysitzung und Bekanntgabe umzusetzen. Der Künstlerin/dem Künstler steht es frei, Mitarbeiter und/oder Berater eigenverantwortlich zu benennen.

Es steht jeder Künstlerin/jedem Künstler frei, mehr als einen Vorschlag für ein realisierbares Kunstwerk einzureichen. Bei Einreichung verschiedener, unzusammenhängender Ideen sind diese in den Unterlagen deutlich voneinander zu trennen.

7) Wettbewerbsunterlagen
Die Wettbewerbsteilnehmer erhalten folgende Unterlagen:
Auslobungstext
Grafische Ansicht der Wandfläche bzw. Realisierungsfläche mit Maßen
Fotografische Ansicht des Gebäudes mit Realisierungsfläche

8) Ausgabe der Unterlagen

Die Unterlagen werden ab 23. Juni 2021 vom Kulturamt der Stadt Schwaz ausgegeben.

9) Geforderte Leistungen
Die Johannes Messner Volksschule steht in Mitten eines belebten Stadtteils von
Schwaz. Hier wohnen viele Menschen, dicht und doch licht stehen hier Schulen,
Wohngebäude, Kindergarten und Kirche gegenüber der Schule.
Das gewollte Kunstwerk an der dargestellten nordwestlichen Wandfläche,
dem großen stehenden Rechteck soll in einer dem Künstler, der Künstlerin
überlassenen Art und Weise auf die Bildungseinrichtung referieren, das Thema „Bildungseinrichtung“ aufgreifen. Das Kunstwerk soll malerisch, zeichnerisch, grafisch, getextet oder skulptural an der 9,5 x 8 Meter großen Wandfläche umgesetzt werden. Die Arbeit soll auch auf größere Entfernung sichtbar bleiben
und sich entsprechend dimensioniert auf der großen, rechteckigen Wandfläche
ausmachen.
Vor der Wandfläche ist Rasen, der aber z.B. mit einem Steiger befahren werden kann. Das Hebegerät ist Teil der Kosten, die der Künstler, die Künstlerin übernehmen muss. Flurschäden übernimmt die Gemeinde. Die ausschreibende Stelle übernimmt außerhalb des genannten und festgesetzten Budgets für das Kunstprojekt keine zusätzlichen sonstigen Kosten, für z.B. Materialien, Verpflegung, Näctigung, externe Hilfeleistungen, etc. Die Arbeit ist von der beauftragten Künstlerin, vom beauftragten Künstler selbstständig und eigenverantwortlich unter den formulierten Bedingungen auszuführen.

Von den Teilnehmern sind folgende Leistungen Bedingung:
1. Darstellung als Skizze oder Ansicht, Malerei, Fotomontage, etc.
2. Projektbeschreibung

In erster Linie denkt die ausschreibende Stelle an flächengreifende Malerei. Andere Realisierungsansätze sind natürlich ebenso erwünscht, jedoch ist dies nur eingeschränkt möglich. Die Beschreibung des künstlerischen Projektes hat mit
Angabe der verwendeten Materialien, der Haltbarkeit (Lichtechtheit bei Farben) des Materialfinish und des Gewichtes bzw. der Gewichtsverteilung bei skulpturaler Bearbeitung der großen Fläche (Achtung! Eingeschränkte Montagemöglichkeit durch Isolierung) zu erfolgen. Die Arbeit zur und an der Bildungseinrichtung, ob Malerei oder eine andere Ausführung, ist genau in ihren Dimensionierungen darzustellen.

3. Darstellung oder Modell
Die eingereichte Idee soll für die Jury nachvollziehbar und sichtbar in ihren Relationen und in ihrer farblichen Ausführung zur Wandfläche dargestellt sein. Bei anderen Ideen ist entsprechend eine darstellende Technik notwendig.

4. Realisierungsplan (der selbständigen oder selbständig beauftragten Realisierung). Die Realisierung erfolgt im Herbst 2021 und wird in diesem Zeitraum auch abgeschlossen. Der Realisierungsplan soll die Projektentwicklung und Umsetzung vor Ort, Kosten und angedachte Arbeitszeiten nachvollziehbar darstellen.

10) Rückfragen und Begehung

Rückfragen können bis Ende Juli 2021 mündlich oder schriftlich an die Koordinierungsstelle gerichtet werden.

Direkt am Bestimmungsort des Wettbewerbes findet am Mittwoch, 21. Juli 2021
um 16:00 Uhr eine Begehung vor Ort statt. Hier wird die Wandfläche gemeinsam
mit Vertretern der ausschreibenden Stelle gesichtet. Hier können auch technische
Fragen beantwortet werden.

11) Abgabe der Wettbewerbsarbeiten

Die geforderten vollständigen Leistungen (siehe 9) müssen die Aufschrift "Kunstprojekt Johannes Messner Volksschule" tragen. Bei Einreichung mehrerer Entwürfe durch einen Künstler/einer Künstlerin, sind die Unterlagen mit einem zusätzlichen A, B, C, etc. zu kennzeichnen. Die gesamten Unterlagen sind zusammen-
zufassen und zusammengefasst zu versenden.

Um der Jury die Unterlagen anonym vorlegen zu können, dürfen die Unterlagen nicht mit Name und Adresse beschriftet sein. Auch die Projektbeschreibung muss der Jury anonym vorgelegt werden können. Wir bitten daher alle

Unterlagen mit einer beliebigen vierstelligen Zahl zu markieren. Im beiliegenden Verfasserbrief sollte Name und Adresse der einreichenden Künstlerin, des einreichenden Künstlers mit dem dieser vierstelligen Zahl genannt sein.

Erst nach dem Juryentscheid wird der Jury der Verfasserbrief vorgelegt. Somit ist die Entscheidung anonym.

Die Abgabe der Wettbewerbsarbeiten muss bis spätestens 13. August 2021, 12 Uhr erfolgen. Ort der Abgabe ist das Kulturamt des Rathauses Schwaz, Franz-Josef-Straße 2. Sollte dieses geschlossen sein, ist die Abgabe in der Rathaus-
Information im Erdgeschoss möglich. Die Wettbewerbsunterlagen können auch digital eingereicht werden, bei der Adresse s.schiestl@schwaz.at digital eingereichte Ideen können nur auf normalen Papier im A4 Format ausgedruckt werden.

In diesem Fall dient das E-Mail als Verfasserbrief. Beigefügte Unterlagen müssen anonym vorgelegt werden. Die Abgabe der Unterlagen ist von Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 17:00 Uhr und am Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr möglich. Bei Post- und Kuriersendungen gilt als termingerechte Abgabe das Eintreffen der Wettbewerbsarbeit am Bestimmungsort innerhalb des vorgesehenen Abgabetermins. Die Zustellung erfolgt auf ausschließliche Gefahr des Wettbewerbsteilnehmers.


Die Wettbewerbsarbeiten sind an folgende Adresse zu senden:
Stadtgemeinde Schwaz
Kulturamt
Franz-Josef-Straße 2
6130 Schwaz


12) Beurteilungsverfahren
Das Beurteilungsverfahren erfolgt in drei Stufen:
Zunächst werden in einer Formalprüfung durch das Kulturamt formal fehlerhafte Einreichungen ausgeschlossen. Das Preisgericht wird jedoch auf diese Einreichungen aufmerksam gemacht.

Mitglieder des Preisgerichtes sind voraussichtlich:
Dr. Günther Dankl, Anette Freudenberger, ein Vertreter/eine Vertreterin aus der Kulturabteilung des Land Tirols, Architekt (der erfolgten Bausanierung), Kulturreferentin, Bürgermeister, Schuldirektorin.

Die Jury wird sich zur Bewertung der Wettbewerbsarbeiten in erster Linie auf die
Qualität und Eignung des Kunstwerks im Umfeld der Bildungseinrichtung, und
auf die künstlerische Idee und die praktische Machbarkeit und die Haltbarkeit
konzentrieren. Es steht dem Preisgericht frei, die Beurteilungskriterien genauer zu definieren. Bei Verhinderung eines oder mehrerer Jurymitglieder kann eine jeweilige Ersatzperson genannt werden. Diese Beurteilung obliegt dem Kulturamt und dem Eigentümervertreter.

Es bleibt dem Preisgericht freigestellt, nach welchem Modus (Abstimmung, Punktevergabe, etc.) es zu einem Ergebnis gelangt. Getroffene Entscheidungen des Preisgerichts sind unanfechtbar. Die Entscheidung des Preisgerichts erfolgt anonym, was die Arbeiten betrifft. Erst nach der Entscheidung wird das Kulturamt dem Preisgericht Aufschluss über die jeweils einreichende Person geben.

13) Budget und Preise
Mit € 20.000,-- inkl. Steuern und aller Umsetzungskosten wird das Siegerwerk
durch den Künstler/die Künstlerin realisiert. Diese Gelder beinhalten das gesamte Realisierungsbudget und das Künstlerhonorar. Das Preisgeld ist für das Siegerprojekt beträgt € 2.000,-- und ist bereits Teil dieser für die Realisierung vorgesehenen Gelder.

In der aktiven körperlichen Realisierungsphase können mit Begründung weitere € 5.000,-- als Vorfinanzierung und Vorhonorar ausgeschüttet werden. Weitere Gelder stehen unmittelbar nach vollständiger Fertigstellung und Übergabe zur Verfügung. Die Verrechnung mit Firmen und Personen, die den Künstler/der Künstlerin beim Entwurf oder bei der Realisierung des Kunstwerks unterstützen, obliegt ausschließlich dem Künstler/der Künstlerin.

Die Jury vergibt einen zweiten und einen dritten Preis.

Das zweitgenannte Projekt erhält bei der Projektpräsentation unabhängig vom
oben genannten Realisierungsbudget ein Preisgeld in Höhe von € 1.500,--

Das drittgenannte Projekt erhält bei der Projektpräsentation unabhängig vom Realisierungsbudget ein Preisgeld in Höhe von € 1.000,--

14) Auftragserteilung, Urheberrecht und Realisierung
Der Ausloberin steht das Recht zu, die eingereichten Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbes, unter Angabe der Verfasser, ohne weitere Vergütung, zu veröffentlichen. In jedem Fall behalten die Künstler das Urheberrecht auf ihre Projekte und können ihre Arbeiten ohne Einschränkungen veröffentlichen.

Die Jury entscheidet sich aus allen ordnungsgemäß eingereichten Künstlervorschlägen für ein Siegerprojekt. Alternativ werden zwei weitere Vorschläge ausgewählt (2. und 3. Platz), die zur Realisierung anstehen, sofern zwingende Befähigungsmängel oder technische, ethische, funktionsbehindernde, finanzielle, gesetzliche oder sonstige Gründe der Realisierung des Siegerprojektes im Wege stehen. Im Falle der Nichtrealisierung aufgrund von Gründen die nicht bei der siegreichen KünstlerIn zu sehen sind, steht der Künstlerin/ dem Künstler eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 2.000,-- zu. Diese Gelder werden als Preisgeld für das Siegerprojekt ausgezahlt. Die Umsetzung des erstgereihten Projektes ist Sinn der Ausschreibung und generelles Vorhaben, jedoch nicht verpflichtend für die Ausloberin. Sollte das Siegerprojekt nicht umgesetzt werden können, weil die siegreiche Künstlerin/der siegreiche Künstler dies nicht möchte oder nicht befähigt ist, besteht auch kein Anspruch auf das Preisgeld. In dem Fall wäre das Preisgeld
rückzuerstatten. Die bestplatzierten drei Projektvorschläge verbleiben bis nach der Realisierung im Besitz der Ausloberin. Nach Realisierung können das zweit- und drittgereihte Projekt mit allen Unterlagen zurückgegeben werden. Die Einreichungsunterlagen für das Siegerprojekt, bzw. das realisierte Projekt gehen in das Eigentum der Aus-
loberin über.

Das zu realisierende Siegerprojekt, sofern die Realisierbarkeit nach Prüfung derselben im Rahmen des Budgets inkl. Künstlerhonorar gegeben ist, wird unter der Leitung und Organisation der Künstlerin/des Künstlers nach ihren/seinen Plänen in direkter Abstimmung mit der Stadtgemeinde Schwaz realisiert.

15) Veröffentlichung der Ergebnisse
Alle Teilnehmer werden über den Ausgang des Wettbewerbes verständigt. Die
Verfasser der zwei erstgereihten Projekte werden unmittelbar nach der letzten
Preisgerichtssitzung mündlich (bei Erreichbarkeit) und schriftlich benachrichtigt.

16) Ausstellung der Projekte
Dem Auslober steht das Recht zu, alle Wettbewerbsarbeiten unter Nennung der
Verfasser und Mitarbeiter öffentlich auszustellen und Teile als Auszug in einem
Ausstellungskatalog oder in anderen Veröffentlichungen zu publizieren.

17) Rückgabe der Wettbewerbsarbeiten

Mit Ausnahme der bestplatzierten Projekte können alle Wettbewerbsarbeiten innerhalb von zwei Monaten ab entsprechender Benachrichtigung im Kulturamt der Stadtgemeinde Schwaz abgeholt werden. Es erfolgt keine Rücksendung. Nach abgelaufener Frist übernimmt die Ausloberin keine Haftung.

Genre

Kunst am Bau

Kategorie

Ort

Schwaz

Einreichungsfrist

13.08.2021 - 12 Uhr