Universität Ulm, Science Park I, Neubau MTW

Im Neubau des MTW werden sich Forschende mit der Traumaforschung beschäftigen.

Opfer von Verkehrsunfällen, Terroranschlägen und Gewalttaten haben häufig schwerste Mehrfach-Verletzungen. Diese körperlichen Traumata sind geprägt von vielfältigen Wechselwirkungen zwischen verletztem Gewebe, Immunsystem, Kreislauf und Psyche. Unkontrollierte Entzündungsreaktionen im ganzen Körper, die verletzungsbedingt auftreten können, führen nicht selten zu Multi-Organversagen und Tod. Des Weiteren werden psychische Traumata erforscht und behandelt. Weltweit einzigartig ist die interdisziplinäre Forschung von ca. 220 Forschenden, die sich in den scheinbar weit entfernten Disziplinen Unfallchirurgie, Innere Medizin, Biochemie, Genetik und Psychiatrie mit den unterschiedlichen Aspekten der Traumaforschung beschäftigen.

Als Teil der Forschung werden auch Tierversuche erforderlich und im Haus durchgeführt.

Der Neubau MTW wird im Science Park I auf dem Campus der Universität Ulm angesiedelt. Das Baugrundstück befindet sich an der Helmholtzstraße, südlich des Gebäudes „Zentrum für Biomedizinische Forschung“, auf einer Fläche die zurzeit als Parkplatz genutzt wird. Der 4-geschossige, kubische Baukörper mit einem Untergeschoss, hat eine Ausdehnung von ca. 54 m x 47 m. Die Haupterschließung erfolgt im Erdgeschoss über die Helmholtzstraße im Osten. In diesem Geschoss sind neben dem Eingangsfoyer eine zentrale Biobank und der experimentelle Tierhaltungsbereich untergebracht. Vom Foyer im Erdgeschoss führt eine offene, einläufige Treppe mit Luftraum in die Geschosse 1-3. Diese kleine Innenhalle mit Kommunikationszonen wird von oben belichtet. Ein weiterer Zugang zum Gebäude befindet sich im 1. Obergeschoss von Süden über den Innenhof. In den Obergeschossen sind Büroräume und Labore angeordnet, die sich um einen quadratischen offenen Innenhof gruppieren. Die Geschosse Richtung Süden stufen sich nach oben terrassenförmig zurück. Das Gebäude ist nicht öffentlich zugängig. Publikumsverkehr gibt es lediglich in den Laboren der klinischen Forschung im ersten Obergeschoss.

Der Neubau enthält hochtechnisierte, biomedizinische und infektiologische Labore der Sicherheitsstufe 2, Räume für bildgebende Verfahren sowie ein klinisches Studienzentrum in dem auch Proben entnommen und Patienten untersucht werden.

Es ist ein Kunstbeitrag zu entwickeln der einen Bezug zur Nutzung herstellt und sich mit der Architektur des Gebäudes auseinandersetzt.

Für Kunst am Bau werden vier Standorte vorgegeben:

1. Foyer, Eingangsbereich, EG
2. Treppenraum mit Luftraum, EG bis 3. OG
3. Terrassenebenen, 1. OG bis 3. OG
4. Durchgang in den Innenhof, 1. OG

Für die Ausführung des Kunstwerkes einschl. Honorar stehen 210.000 € brutto zur Verfügung. Jeder/jede für den Wettbewerb ausgewählte Teilnehmer/-in, der/die eine den Wettbewerbsbedingungen entsprechende Arbeit einreicht, erhält ein Bearbeitungshonorar von 3.000 € brutto.

Bewerbungsschluss: 31. Januar 2021

Weitere Infos gibt es unter www.vbv-bw.de/pb/,Lde/7350132.

Kontakt:
Land Baden-Württemberg
Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg
Amt Ulm, Mähringer Weg 148, 89075 Ulm
Tel.: 0731/50 28800
Projektleitung: Susanne Wolpert, Tel.: 0731/50 28889
E-Mail: poststelle.amtul@vbv.bwl.de

Genre

Kunst am Bau

Kategorie

Ort

Ulm

Einreichungsfrist

31.01.2021