Nothilfen auf Landesebene

Sächsische Förderung „Härtefälle in der Kultur“ bis Ende 2021

Kunst- und Kultureinrichtungen in freier Trägerschaft, die von der Corona-Krise betroffen sind, können Anträge auf Förderung nach der Richtlinie »Corona-Härtefälle Kultur« bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) stellen. Geförderte erhalten einen Zuschuss bis zu 10.000 Euro, in begründeten Ausnahmefällen bis zu 50.000 Euro. Der Zuschuss richtet sich an juristische Personen des Privatrechts sowie Personengesellschaften mit und ohne anerkannte Gemeinnützigkeit. Freiberufler:innen und Einzelunternehmen sind nicht antragsberechtigt.

Was wird gefördert:

  • Der Zuschuss dient der Überbrückung von Liquiditätsengpässen, die aus unabweisbaren Einnahmeausfällen (coronabedingte Mindereinnahmen) und/oder notwendige zusätzliche Betriebsausgaben (coronabedingte Mehrausgaben, z. B. für Hygienemaßnahmen, digitale Angebote als Veranstaltungsersatz) resultieren.
  • Leistungen Dritter, die erhalten wurden oder beanspruchen werden können, sind vom Liquiditätsbedarf abzuziehen (z. B. Zuschüsse des Bundes, Leistungen der Kommunen und Kulturräume, Ansprüche nach dem Infektionsschutzgesetz, Versicherungsleistungen).
  • Die gleichzeitige Inanspruchnahme mehrerer Zuschussprogramme des Freistaates Sachsen mit ähnlicher Zielrichtung ist zulässig, wenn die Summe der Zuschüsse den Bedarf nicht übersteigt (keine Überkompensation).

Die Fördermöglichkeiten gehen bis zum 31. Dezember 2021 und gelten nun auch für Musik-Klubs und Spielstätten, die von Einzelpersonen betrieben werden. Eine Klarstellung erfolgt hinsichtlich Personengesellschaften, die nunmehr ausdrücklich in der Richtlinie als Zuwendungsempfänger benannt sind. Anträge mit einem Liquiditätsbedarf für 2020 können noch bis 31. Dezember 2020 gestellt werden. Anträge mit einem Liquiditätsbedarf für 2021 können ab 1. Januar 2021 bis zum 20. November 2021 gestellt werden.

Hier finden Sie die Pressemitteilung und hier das Förderprogramm auf der Internetseite der SAB.

Bei Rückfragen steht die Beratungshotline der SAB - Sächsische Aufbaubank Montag bis Freitag, jeweils 8 bis 18 Uhr, unter der Telefonnummer (0351) 4910 11 00 zur Verfügung.

Kulturstiftung des Landes Sachsen

Die Kulturstiftung des Landes Sachsen gibt an, im Einzelfall angemessene Lösungen für Projektträger zu finden und hält Hinweise an Zuwendungsempfänger bereit, die von Absagen/Ausfällen aufgrund der Corona-Pandemie betroffen sind, bereit.

Stipendienprogramm Denkzeit

Unter dem Titel „Denkzeit“ fördert die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen sächsische Künstlerinnen und Künstler mit Stipendien in Höhe von je 2.000 Euro. Die ersten hier ausgereichten 2 Mio. Euro waren bereits in kürzester Zeit aufgebraucht, das Programm wird jetzt aber mit weiteren 5 Millionen aufgestockt, so dass weitere, bereits eingereichte Bewerbungen für die Förderung berücksichtigt werden können. Ab Mitte Juli wird das Antragsverfahren zudem für neue Bewerbungen geöffnet. 

Das Programm soll die Akteure und Akteurinnen darin ermutigen, in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und Veranstaltungsverboten an ihrer künstlerischen Arbeit festzuhalten und individuelle Handlungsansätze für den Umgang mit der Corona-Krise zu entwickeln.

Wer kann eine Förderung beantragen?
Stipendien können freiberuflich tätige Künstlerinnen und Künstler erhalten, die ihren Hauptwohnsitz im Freistaat Sachsen haben und weder an einer Hochschule immatrikuliert sind, noch sich in einem Ausbildungsverhältnis befinden. Die freiberuflichen Künstlerinnen und Künstler sollen in einem der Bereiche Bildende Kunst, Darstellende Kunst und Musik, Film, Literatur oder einer vergleichbaren Sparte tätig sein. Die künstlerische Tätigkeit muss haupterwerbsmäßig und nicht nur vorübergehend ausgeübt werden.

Was wird gefördert?
Das Stipendium ist offen für unterschiedliche Ansätze und Formate. So können beispielsweise Recherche- und Konzeptarbeiten oder Ideen der künstlerischen Reflexion der Krise ebenso Gegenstand des Stipendiums sein wie das Ausloten digitaler Interaktionstechniken, die Erprobung von Veranstaltungsformaten im virtuellen Raum oder die Restrukturierung von Arbeitsprozessen.

weitere Infos

Zuwendungsbestimmungen „Denkzeit“

Sächsische Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Das Sächsische Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus hat Anwendungshinweise zum Umgang mit Fördergeldern u.a. für die Kulturräume zusammengestellt. Demnach ist es möglich, Projekte auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Ist dies nicht möglich, können Förderzwecke umgewidmet werden. Müssen Projekte ganz abgesagt werden, können entstandene Ausgaben für Vorbereitungen im Einzelfall weiter gefördert werden und müssen nicht zurückgezahlt werden. Entscheidungen darüber treffen die Kulturräume eigenständig, die über ihr Vorgehen auf ihrer jeweiligen Internetseite informieren. Näheres finden Sie hier.

Kampagne „So geht sächsisch“

Das Land Sachsen bietet Künstler*innen über die Kampagne „So geht sächsisch“ eine Plattform, um kulturelle Vielfalt im Internet zu ermöglichen. Bei Beiträgen sollen neben Künstlerhonoraren auch Ausgaben für Technik unterstützt werden. Bei Interesse fragen Sie bitte mit dem Kontaktformular auf der Seite „So geht sächsisch“ nach oder wenden Sie sich ggf. auch an uns.

Honorarkräfte im Bereich kulturelle Bildung

Durch die Bemühungen des LBK Sachsen beim Sächsischen Staatsministerium für Kultus wurden zum unverschuldeten Verdienstausfall der externen Honorarkräfte im Bereich kulturelle Bildung folgende Regelungen für die Zeit der Schulschließung getroffen:

1. Externe Honorarkräfte (finanzierte Dritte) haben die durch die Schul- und Kitaschließungen frei gewordenen Zeitanteile grundsätzlich für mit der Tätigkeit im Zusammenhang stehende Ersatzmaßnahmen zu nutzen (Berichte, Dokumentation, Vor- und Nachbereitung, etc.). Als Ersatzmaßnahme gilt ausdrücklich auch die Fort- und Weiterbildung zu mit der Tätigkeit relevanten Themen (Selbststudium mit Literatur oder online).
2. Im Übrigen haben Vertragspartner des Freistaates und Zuweisungs- und Zuwendungsempfänger die Pflicht, ihre Aufwendungen für geplante, aber nun nicht durchführbare Maßnahmen, zu minimieren (Schadensminderungspflicht).
3. Zahlungen für Personalaufwand aufgrund von bestehenden Verträgen, Zuweisungen und Zuwendungen werden unter Beachtung von Ziffer 1 und 2 für den Zeitraum der aktuell verfügten Kita- und Schulschließung grundsätzlich unverändert fortgesetzt.
Außerdem wurde dieses FAQ zum Personaleinsatz erstellt.