Weiterführende Links

Der Deutsche Kulturrat informiert regelmäßig und in kurzen Abständen in einem eigens für die Corona-Krise geschaffenen Newsletter über die neusten Entwicklungen, die für alle von Einschränkungen betroffenen Künstler und Künstlerinnen, kulturwirtschaftlichen Unternehmen, öffentlichen und privaten Kultureinrichtungen von Interesse sind. Die Newsletter des Deutschen Kulturrats finden sie hier.

Wertvolle Informationen rund um das Thema finden Sie auch bei Kreatives Sachsen und beim Kompetenzzentrum für Kunst und Kreativwirtschaft des Bundes.

Arbeitnehmerinnen und Arbeiternehmer können sich über Lohnfortzahlungen im Fall von Quarantäne, Kurzarbeit, Betriebsschließungen und Kinderbetreuung durch Schul- und Kitaschließung hier informieren.

Einen guten Überblick zu arbeitsrechtlichen Regelungen und Auswirkungen gibt es beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet ein FAQ – Antworten auf häufig gestellte Fragen:

Offener Brief der Landeskulturverbände Sachsen fordert Schutzschirm für freie Träger

Die Landeskulturverbände Sachsen haben einen Offenen Brief veröffentlicht, in dem sie von der Sächsischen Landesregierung einen Schutzschirm für freie Kulturträger in allen Sparten und für deren Vermittlungspartner in Höhe von 20 Millionen Euro fordern. Den offenen Brief finden Sie in ganzer Länge hier.

Essays zur Corona-Krise

Im Kontext der Corona-Pandemie startete die Kulturpolitische Gesellschaft einen Diskurs über zukunftsweisende Leitbilder für die Kulturpolitik. Dazu wurden in einem Open-Call verschiedene Expert*innen eingeladen, in einem kurzen Essay eigene Visionen zur Reflexion der Krise zu formulieren, die Sie hier finden können.

Forderung nach Erstattung von Lebenshaltungskosten in der Bundes-Soforthilfe für Solo-Selbstständige

Das Problem, das die Bundessoforthilfe für Solo-Selbständige keinen Unternehmerlohn für Lebenshaltungskosten vorsieht, ist nun wohl auf der politischen Ebene durchgedrungen. Es soll hierzu zwischen Bund und Ländern nachverhandelt werden. Baden-Württemberg hat eine gute Vorlage gemacht: Dort können Solo-Selbstständige einen fiktiven Unternehmerlohn von monatlich 1.108 Euro für drei Monate beantragen. Bayern hat angekündigt, Künstler*innen für drei Monate 1.000 Euro zahlen zu wollen, sofern sie Mitglied der KSK sind. Beantragt werden kann dies aber bis heute noch nicht. Das Problem bei dieser Variante: Nicht alle Künstler*innen sind Mitglied der KSK, und außerdem bleiben damit, anders als in Baden-Württemberg, viele andere Soloselbstständige außen vor, die in derselben Situation wie Künstler*innen sind.

Offener Brief an die EU-Kommission

Der grüne Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Niklas Nienaß, richtete an die EU-Kommission und die EU-Mitgliedstaaten einen Offenen Brief mit der Forderung nach Unterstützung für die Kultur- und Kreativbranche, insbesondere Kulturschaffende, die von der COVID-19-Krise betroffen sind. Sie können hier unterschreiben.

Vom Bund geförderte Einrichtungen und Projekte können nun Ausfallhonorare zahlen

Kulturstaatsministerin Monika Grütters ermöglicht es ab sofort Kulturinstitutionen, Ausfallhonorare für Engagements zu zahlen, die wegen der Coronakrise abgesagt wurden. Die Regelung gilt für Kultureinrichtungen und Projekte, die vom Bund gefördert werden. Grütters dazu: „Jetzt ist es wichtig, dass alle Bundesländer ähnlich verfahren und es den von ihnen geförderten Kulturinstitutionen ebenfalls ermöglichen, Ausfallhonorare zu zahlen.“ Die Regelung sieht vor, dass ausgefallene Engagements von freiberuflichen Künstlerinnen und Künstler auch dann vergütet werden können, wenn es keine entsprechende vertragliche Regelung über Ausfallhonorare gibt. Voraussetzung ist, dass das Engagement bis zum Stichtag 15. März 2020 vereinbart wurde. Wenn für die Veranstaltung eine Gage unter 1.000 Euro vorgesehen war, kann ein Ausfallhonorar von bis zu 60 Prozent des Nettoentgelts zuwendungsrechtlich anerkannt werden. Bei Gagen über 1.000 Euro können die Künstlerinnen und Künstler maximal 40 Prozent des Nettoentgelts erhalten; die Obergrenze des Ausfallhonorars liegt bei 2.500 Euro. Die Pressemitteilung dazu finden Sie hier.

Forderung eines zentralen Kulturinfrastrukturfonds

Nach aktuellem Sachstand wird die Corona-Pandemie das Leben in Deutschland prägen, bis entsprechende Medikamente bzw. ein Impfstoff vorliegen. Damit entsteht über die Soforthilfen, die für einen Zeitraum von drei Monaten vorgesehen sind, hinaus erheblicher Handlungsbedarf, um das kulturelle Leben in Deutschland in seiner ganzen Breite und seinen Ausprägungen zu sichern. Der Deutsche Kulturrat fordert daher mit einer Resolution einen zentralen Kulturinfrastrukturfonds, der bis Ende 2021 angelegt ist, um der gesamten kulturellen Infrastruktur Möglichkeiten zur Fortsetzung der Arbeit unter den Bedingungen der Corona-Pandemie zu ermöglichen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters MdB unterstützt den Vorschlag, die Planung geht jetzt in die entscheidende Phase. Um diese zu erleichtern, hat der Deutsche Kulturrat ein Papier vorgestellt, in dem die Eckpunkte eines solchen Fonds aus seiner Sicht beschrieben sind. Die dazugehörige Pressemitteilung finden Sie hier.

Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds reagiert mit Sonderförderung auf Corona-Krise

Unterstützt werden unter anderem „Brückenbauer“, die sich in den letzten Jahren maßgeblich für die Verbesserung der deutsch-tschechischen Beziehungen eingesetzt haben und durch die Corona-Krise in eine schwierige finanzielle Lage geraten sind - wie etwa Künstler, Kulturinstitutionen, Vereine für Kultur- und Jugendarbeit oder Verlage. Weiteres finden Sie hier.

Offener Brief der Initiative Kulturschaffender

Ein offener Brief der Initiative Kulturschaffender in Deutschland fordert ein durch Landes- und Bundesmittel abgedecktes bundeseinheitliches Soforthilfeprogramm, in welches ein monatlicher Bedarf zur Lebenshaltung in Höhe von 1.180,00 Euro integrierbar ist.

Die Fraktionen des Deutschen Bundestages und aller Landtage haben über dieses Anliegen, den Offenen Brief und den aktuellen Stand der Mitunterzeichner*innen per Anschreiben informiert. Gleichzeitig begann auch die erste Phase der Pressearbeit. Aktuell ist es das Ziel, als nächsten Meilenstein die Zahl von 10.000 Unterschriften zu erreichen und die Thematik noch stärker in den allgemeinen gesellschaftlichen und politischen Fokus zu rücken. Weitere Anschreiben an Politik und Medien sind entsprechend in Vorbereitung. Hier kann man mitunterzeichnen.

 

 

Blitzumfrage zur wirtschaftlichen Lage der Mitgliedsunternehmen des BDS-Sachsen

Die Corona-Krise bedroht die Existenz vieler Selbständigen und Freiberufler. Kunden bleiben aus, die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen ist gesunken, ganze Wirtschaftszweige werden stillgelegt und Lieferketten reißen. Auch den BDS-Sachsen erreichen viele Anfragen und Hilferufe der Verbandsmitglieder. Die Umfrage soll einen Überblick verschaffen, inwieweit die Mitgliedsunternehmen wirtschaftlich von der Corona-Pandemie betroffen sind und welche Unterstützung sie brauchen. Bitte nehmen Sie sich kurz Zeit. Die Teilnahme an dieser Befragung erfolgt auf freiwilliger und anonymer Basis. Teilnehmen können Sie hier.

OPENPETITION / Hilfen für Freiberufler*innen und Künstler*innen während des "#Corona-Shutdowns"

Im Internet findet sich eine Online-Petition, die sich an den Bundesfinanzminister Olaf Scholz richtet und sofortige Finanzhilfen für Freiberufler*innen und Menschen aus der Kreativszene fordert, z.B. unbürokratische Überbrückungsgelder etwa in Form eines temporären (bedingungslosen) Grundeinkommens und Hilfsfonds zum schnellen Ausgleich real entfallender Einnahmen.

Monika Grütters verspricht Unterstützungsmaßnahmen

Monika Grütters, Kulturstaatsministerin, hat bereits Unterstützungsmaßnahmen versprochen und äußerte sich am 24. März auch im Deutschlandfunk dazu.

Schnelle und unbürokratische Hilfe zur Grundsicherung nötig

Der Hamburger Kultursenator Carsten Brosda sagte im NDR: "Bei den Solokünstlerinnen und -künstlern, die in Schieflage geraten, müssen wir die Instrumente der Grundsicherung, die der Sozialstaat hergibt, so weit öffnen, dass es möglich wird, eine schnelle und unbürokratische Hilfe zu schaffen. Ideen wie die Schaffung eines bedingungslosen Grundeinkommens würde viel, viel zu lange dauern. Wir brauchen eine Infrastruktur, die jetzt funktioniert. Und daran arbeiten viele Menschen hier und auch in Berlin unter Hochdruck."

Pressemeldung des BKJ zur kulturellen Bildung

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) fordert Verantwortliche in Politik und Verwaltung auf, die freien Träger und freiberuflich Tätige in der kulturellen Kinder- und Jugendbildung zu stärken und ihnen unbürokratisch zu helfen. Sie appelliert an alle öffentlichen Fördergeber in Bund, Ländern und Kommunen, die Möglichkeiten des Haushaltsrechts auszuschöpfen und, wenn nötig, ihre Förderregularien anzupassen, damit öffentlich geförderte Jugend- und Bildungs- und Kultureinrichtungen nicht in ihrer Existenz gefährdet werden. Dazu gehört, dass bereits entstandene Kosten auch dann übernommen werden, wenn eine Veranstaltung nicht stattfinden kann, Einnahmeausfälle zu kompensieren sowie freiberuflich Tätige nach Möglichkeit durch Ausfallhonorare etc. vor Einnahmeverlusten zu schützen.