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KaB: Neubau Welterbe-Besucherzentrum in Wörlitz | Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich – Codierte Aufklärung

Für die Realisierung des Kunstwerks stehen insgesamt max. 180.000 € inkl. MwSt. (in Worten: einhundertachzigtausend Euro) für Künstlerhonorare, Herstellungskosten, Transport und Aufstellung zur Verfügung.

Verfahrensart

Nicht offener zweiphasiger Wettbewerb mit vorgeschaltetem EU-weit offenem Bewerbungsverfahren (Anmeldung mit Angaben zur Profession)

Ausloberin

KULTURSTIFTUNG DESSAU-WÖRLITZ vertreten durch den kommissarischen Vorstand und Direktor Prof. Dr. Harald Meller, vertreten durch Dirk Haja, Leiter der Abteilung Verwaltung und Robert Hartmann, Leiter der Abteilung Baudenkmalpflege Schloss Großkühnau | Ebenhanstraße 8 | D-06846 Dessau-Roßlau

Zuwendungsträger

Bundesrepublik Deutschland vertreten durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Land Sachsen-Anhalt, vertreten durch die Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt

Anlass und Ziel

Die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz betreut die Kernbereiche des Gartenreiches Dessau-Wörlitz. Neben derzeit fünf Schlössern mit den dazugehörigen Gärten und zahlreichen denkmalgeschützten Einzelbauwerken ist die Stiftung für ca. 7.000 Hektar Wald und landwirtschaftliche Flächen verantwortlich. Zweck der Stiftung ist die Erhaltung und Entwicklung des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches als herausragendes Kulturdenkmal, insbesondere die Erhaltung der Museen und Sammlungen, des Wörlitzer Gartens und ihrer sonstigen Parkanlagen und Architekturen, sowie die Erfüllung kultureller Aufgaben.

Ziel des Kunstwettbewerbes ist es, das Ensemble des Welterbe-Besucherzentrums mit künstlerischer Intervention (Kunst am Bau) in seiner Architektur zu bereichern und dabei Bezüge zum Standort herzustellen und räumlichen wie ideellen Kontext zum Gartenreich zu vermitteln. Besonderes Thema ist der Bezug zur europäischen Aufklärung und ihren Persönlichkeiten Jean-Jacques Rousseau und den beiden Weltreisenden Johann Reinhold Forster (1729–1798) und Georg Forster (1754–1794), die Fürst Leopold III. Friedrich  Franz, und seinen Architekten, Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff, beeinflusst und geleitet haben.

Die Wahl des künstlerischen Mediums ist den Teilnehmenden freigestellt, soweit die Nutzung des baulichen und funktionalen Wettbewerbsumfeldes nicht eingeschränkt wird und die Urheberrechte der Architekten beachtet werden.

Die Maßnahmen im Rahmen dieses Wettbewerbes sollen als Hintergrund für eine dauerhafte künstlerische Auseinandersetzung im Hinblick auf den besonderen Anspruch der Gebäude in ihrer Funktion als kulturelle Einrichtung dienen und für ein möglichst breites Spektrum künstlerischer Herangehensweisen geöffnet sein.

Das Konzept soll sich auf den Ergänzungsneubau, dessen Fassade, das Dach und den Innenraum sowie den angrenzenden Freiraum konzentrieren (sh. Lageplan mit Wettbewerbsbereich).

Aufgabe

Das Thema der Kunst am Bau geht von einer Auseinandersetzung mit den räumlichen, architektonischen und sozialen Dimensionen und Situationen des Welterbe-Besucherzentrums und des Gartenreichs Dessau-Wörlitz aus. In diesem Rahmen gilt es, eine mehrsinnige und erfahrbare Gestaltung zu schaffen. Die Kunst am Bau kann sich dabei sowohl in die baulichen Strukturen einfügen als auch eine eigenständige gestalterische Position entwickeln.

Arbeitsbereiche

Malerei, Bildhauerei, Textilkunst, Grafik, Digitale Kunst, Film |Video | Foto, Mixed Media, Land Art, Vegetation/ Grün, Lichtinstallation

Ausgeschlossen werden Klang- und Soundinstallationen sowie performative Arbeiten.

Wettbewerbsart

Nicht offener zweiphasiger Wettbewerb mit vorgeschaltetem EU-weit offenem Bewerbungsverfahren (Anmeldung mit Angaben zur Profession):

Anmeldung: Bewerbung per PDF-Dokument

Auswahl Wettbewerbsteilnehmende: Vorprüfung der Teilnahmeberechtigung

Erste Wettbewerbsphase: Konzeptideen: Auswahl von bis zu 10 Konzeptideen mit Rangfolge zur zweiten Wettbewerbsphase, Aufforderung von mind. 5 Künstlern/Künstlerinnen zur vertiefenden Bearbeitung

Bearbeitung

Zweite Wettbewerbsphase: Ausarbeitung realisierungsreifer Entwürfe

Realisierung: Ein Werk eines Künstlers/Künstlerin/Künstlergemeinschaft

Die Auslobung erfolgt in Anlehnung an die Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013), soweit diese für Kunstwettbewerbe anwendbar ist. Das Wettbewerbsverfahren in Phase 1 ist anonym.

Die Wettbewerbssprache ist Deutsch.

Die Bekanntmachung des Wettbewerbs inklusive Bewerbungsformular finden Sie unter folgendem Link: https://ovf.wettbewerbe-aktuell.de/de/wettbewerb-52519

Abgabedatum
15.01.2026
Ausschreibungsart
vom