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Deutsche Künstlerhilfe des Bundespräsidenten

Die Deutsche Künstlerhilfe des Bundespräsidenten richtet sich an professionelle lebensältere Künstler*innen aller Sparten, die auf ein längeres, umfangreiches künstlerisches Schaffen zurückblicken und die z. B. durch schwere Krankheit oder andere Widrigkeiten des Lebens in eine finanzielle Notlage geraten sind.

Die Hilfen sind zwar ausdrücklich keine Coronahilfen zur Deckung des Lebensunterhaltes – aber wenn z. B. eine Corona-Erkrankung selbst für eine Einschränkung des künstlerischen Schaffens bedingt ist, kommt eine Hilfe in Betracht.

Wer wird gefördert?

  • Antrag/Bewerbung der Künstlerin/des Künstlers selbst: Ein/e in Not geratene ältere/r KünstlerIn kann sich selbst an die zuständige Behörde (siehe unten) wenden und Leistungen der Deutschen Künstlerhilfe gewissermaßen beantragen bzw. sich für sie bewerben.
  • Vorschlag durch fachkundige Dritte
  • Alternativ kann auch eine Künstlerorganisation, die Interessenvertretung oder ein Landesverband eine/n KünstlerIn oder mehrere KünstlerInnen bei der zuständigen Behörde des Landes für die deutsche Künstlerhilfe vorschlagen.
  • Die Hilfe richtet sich an professionelle Kunstschaffende, mit einer künstlerischen Tätigkeit als Haupterwerbsquelle.
  • Grundsätzlich unterstützt die Deutsche Künstlerhilfe KünstlerInnen und SchriftstellerInnen, die mit ihrem Werk eine kulturelle Leistung für die Bundesrepublik Deutschland erbracht haben und durch Krankheit, Alter oder widrige Umstände in finanzielle Bedrängnis geraten sind.

Voraussetzungen?

  • Lebensalter: Nach Angaben des Bundespräsidialamtes gibt es keine fest definierte Altersgrenze. Aber das Programm richtet sich eindeutig an lebensältere KünstlerInnen und Schriftsteller*innen, die auf ein jahrzehntelanges künstlerisches Schaffen zurückblicken. Erfahrungsgemäß dürfte es Personen unter einem Lebensalter von etwa Mitte 50 Jahren schwerfallen, dieses Kriterium zu erfüllen.
  • Künstlerische Leistungen: KünstlerInnen sollten sich von der Formulierung »Beitrag zum kulturellen Ansehen der Bundesrepublik Deutschland« nicht abschrecken lassen. Eine belegbare jahrzehntelange professionelle künstlerische Tätigkeit im Haupterwerb bietet viele Ansatzpunkte für einen Beitrag zum Ansehen der Bundesrepublik Deutschland. Preise, Ehrungen, Würdigungen, eine besondere internationale Zusammenarbeit, ein besonderes Medienecho, die Bezugnahme anderer Künstler*innen auf das Werk etc. – all diese beispielhaft angeführten Punkte, können eine besondere künstlerischen Leistungen zusätzlich belegen.
  • Notlage: Gemeint ist eine besondere finanzielle Notlage – die durch verschiedenste Lebensumstände, Schicksalsschläge, Katastrophen oder z. B. durch eine schwere physische und psychische Krankheit bedingt sein kann. Eine Einschränkung der künstlerischen Arbeit durch die COVID-19-Pandemie kann grundsätzlich auch als Ursache für eine finanzielle Notlage angeführt werden. Aber es gilt: Alle drei der oben genannten Kriterien sollen erfüllt sein.

Wie wird gefördert?

  • Die KünstlerInnen können eine solche Hilfe bei ihrer Landeskulturverwaltung (z. B. beim Kulturministerium oder bei der Senatsverwaltung des jeweiligen Landes) »beantragen«. Die KünstlerInnen können gleichsam auch von ihren Interessenverbänden oder KünstlerInnen-Organisationen vorgeschlagen werden.
  • Die Förderung erfolgt entweder in Form regelmäßiger Zahlungen – hauptsächlich für lebensältere oder schwer erkrankte KünstlerInnen – oder als einmalige Zuwendung in akuten Notlagen. Bei einer auf Dauer angelegten Unterstützung beträgt die Zuwendungssumme jährlich 7.500 Euro, die in drei Teilbeträgen ausgezahlt wird. Die Einmalzahlungen belaufen sich derzeit auf einen Betrag von 2.300 Euro pro Kalenderjahr

Ansprechpartnerin in Sachsen:

Antje Wowereit

Tel. 0351/564-62116

Antje.Wowereit@smwk.sachsen.de

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Postfach 10 09 20

01079 Dresden

Der Bundesverband Darstellende Künste hat übersichtlich und ausführlich alle Informationen zu den Kriterien und wohin Bewerbungen zu senden sind zusammengestellt.