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Einsetzung von "Regionalexperten bildende Kunst" als Pilotprojekt gestartet

Zur Unterstützung von Akteur*innen und Projektvorhaben bildender Kunst in den ländlichen Räumen sind für drei Monate erste Entwicklungs- und Projektbegleiter*innen eingesetzt, die in lokal verorteter Fachlichkeit eine Unterstützung der künstlerischen Angebots- und Nachfrageentwicklung leisten sollen. Diese Regionalexperten Bildende Kunst werden finanziert vom SMWK, unterstehen dem LBK und sollen sowohl lokale Künstler*innen und Kunstinitiativen beratend und initiativ begleiten, als auch in Kommunen und Kulturraum eng vernetzt sein und Kooperationen vor Ort anstoßen.

Mit diesem Pilotprojekt von Oktober bis Dezember 2019 soll fachlich personelle Unterstützung für Akteur*innen im ländlichen Raum zur Organisationsentwicklung, Neukonzeption (bspw. zur Erschließung neuer Zielgruppen) und Kooperationsgestaltung mit weiteren lokalen oder überregionalen Akteur*innen geleistet werden, mit dem Ziel, bestehende Strukturen im ländlichen Raum zu professionalisieren und verlebendigen sowie Akteur*innen in Ihren Wirkungsmöglichkeiten unterstützen zu helfen.
Im Pilotprojekt Regionalexperten bildende Kunst soll zunächst mit dem Bezugspunkt der kulturellen Aufstellung und Verfasstheit einzelner sächsischer Gegenden die vorhandene Infrastruktur im Bereich der bildenden Kunst hinsichtlich bestehender Kunstinitiativen, Künstlerhäusern, Projekträumen und Kunstvereinen sowie unabhängiger Akteur*innen und zur Sondierung möglicher Entwicklungsperspektiven näher beleuchtet werden. Grundlage bildet dabei die Untersuchung „Kunstorte im Freistaat Sachsen. Studie zu Kunst- und Ausstellungsräumen der Gegenwartskunst. Analyse und Handlungsbedarf“ von Dr. Cornelia Dümcke. Die im Rahmen der Analysephase identifizierten Landstriche und tätigen Akteur*innen, virulenten Themen- und Tätigkeitsfelder, Bedarfe und Probleme sowie regionalspezifischen Handlungsansätze sollen anhand von Fallbeispielen zu einem modellhaften Leitfaden für die Herausbildung nachhaltiger Strukturen entwickelt werden.
Die Regionalexperten bildende Kunst werden in der Pilotphase bestehende Vernetzungen und organisatorischen und thematischen Überschneidungen sowie Bedarfe in einzelnen Regionen und zwischen regionalen Akteuren in ihrer Struktur und Kapazität untersuchen. Daraus folgend werden gemeinsam mit einzelnen Kunstorten Vorschläge zur Initiierung weiterer lokaler oder überregionaler Kooperationen bzw. zu geeigneten Formaten für eine aktive Netzwerkbildung entwickelt, die sich sowohl auf Akteur*innen anderer Sparten, Gewerbetreibende, Kommunalverwaltung, Zivilgesellschaft in den Regionen als auch auf städtische Kunstinstitutionen sowie Kunsthochschulen und Kunsträume in den urbanen Zentren beziehen kann. Angestoßen und auf den Weg gebracht werden sollen Konzeptentwicklungen für neue Projektformate und für die Ansprache und Gewinnung neuer Zielgruppen sowie für nachhaltig bestehende Trägerschaften.
Die Regionalexpert*innen wirken als Projektmanager*innen mit umfassender Kenntnis des betreffenden regionalen Umfeldes sowie mit Expertise im Projektmanagement, in der Kunstvermittlung und Kunstwissenschaft und agieren als Entwicklungs- und Projektbegleiter*innen zur Eruierung und Belebung des Kulturraumes wie auch zur Unterstützung und Aktivierung von Akteur*innen und Projektvorhaben im Bereich der bildenden Kunst. In der Pilotphase werden zunächst ein*e Projektkoordinator*in sowie 4 Regionalexpert*innen auf Honorarbasis in den folgenden Regionen eingesetzt:

  • Nordsachsen/ Leipziger Umraum
  • Mittelsachsen/ Dresdner Umraum
  • Westsachsen/ Chemnitzer Umraum
  • Ostsachsen