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Entwicklungen in der kommunalen Kulturförderung Dresden

in der Stadtratssitzung vom 8. Februar wurde auch über die kommunale Kulturförderung entschieden. 

Insgesamt 200.000 Euro sollen pro Jahr mehr in die institutionelle Förderung fließen. Mit den zusätzlichen 400.000 Euro, die vom Stadtrat im Dezember 2018 für den Doppelhaushalt 2019/20 beschlossen wurden, kann somit ein Aufwuchs im Bereich der kommunalen Kulturförderung von insgesamt 600.000 Euro verzeichnet werden, schreibt das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden in seinem Newsletter Februar / März 2019 und wertet das auf dem Weg zur Umsetzung der Amts-Vorlage „Fair in Dresden“, in der u.a. die Honoraruntergrenze für freischaffende Künstlerinnen und Künstler empfohlen wird, als ersten und wichtigen Schritt. Für die Anträge auf Projektförderung für das zweite Halbjahr 2019 (Antragstermin ist der 1.3.19), empfiehlt das Amt, die Honoraruntergrenze bereits anzusetzen.

Leider hatte aber der Stadtrat bei der Entscheidung über Gelder unter anderem für Kulturprojekte nicht alle Punkte der Finanzierungsvorlage der Fraktionen Die Linke, Bündnis 90/ Die Grünen und SPD genehmigt, wie Deutschlandfunk Kultur berichtet. Teile des Stadtrates hätten zum Beispiel Mittel in Höhe von zwei Millionen abgelehnt, mit denen Rot-Grün-Rot die Gelder der Freie Kulturszene der Stadt aufstocken wollte – 500.000 Euro in diesem Jahr, 1,5 Millionen Euro im kommenden Jahr. Stattdessen genehmigten sie nur 400.000 Euro für zwei Jahre.

Kleinere Projekte wie das TanzNetz Dresden würden komplett in Frage gestellt.

Aber auch größere Events sind von den geringeren Bewilligungen betroffen, wie zum Beispiel die Ostrale – die Dresdner Biennale für zeitgenössische Kunst. Für die Finanzierung des diesjährigen Events habe Rot-Grün-Rot 150.000 Euro veranschlagt. Nach der jetzigen Entscheidung sei allerdings unklar, wie viel Geld für die Biennale nun zur Verfügung gestellt werde, berichtet der Landeskorrespondent des Deutschlandfunk Kultur Bastian Brandau.

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