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Gläserne Werkstatt des SMWK: »Museum – Dachboden – oder doch weg?«

Zum Umgang mit Künstlernachlässen

24. April 2018, Beginn 19 Uhr
Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Wigardstraße 17, 01097 Dresden, Raum 2.31

Das Thema wird international diskutiert und doch sieht sich jedes einzelne Bundesland mit mehr Fragen als Antworten konfrontiert: Was tun mit dem Nachlass bildender Künstlerinnen und Künstler, mit wachsenden Bergen von Skulpturen, Grafiken und Gemälden?

Der Verbleib von Kunst und die Entscheidung, was Kunst ist und was weg kann, ist nicht allein die privat-vorsorgende Aufgabe von Künstlern und ihren Erben. Ein gesellschaftliches und öffentliches Interesse an Künstlernachlässen entspricht unserem Selbstverständnis als Kulturnation Deutschland und als Kulturland Sachsen. Aber - wollen wir wirklich die Werke eines jeden ernst zu nehmenden Künstlers sichten, archivieren, digitalisieren und zumindest eine Auswahl aufbewahren? Und wie lange eigentlich und in welchen Räumen? Welche Verantwortung trägt der Künstler, welche der Staat? Welche Kunstöffentlichkeit entscheidet über Wert und Wertlosigkeit? Was folgt aus den Erfahrungen mit den lange verkannten Kunstwerken der Avantgarden? Fressen die Kosten für Künstlernachlässe die Mittel für die Werke lebender Künstler auf? Welche Fördertöpfe brauchen wir? Welche Rolle können die großen, welche die kleinen regionalen Museen spielen, was ist mit einer Standortkonzeption? Welche Funktion kann eine Werkdatenbank erfüllen? Wo kommt die Wissenschaft ins Spiel, wo Ehrenamtliche? Wie werden die Werke der Gesellschaft, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht?
Impulsreferate und Publikumsgespräch von und mit: 
Silvia Köhler, Vorstand der Stiftung Künstlernachlässe Mannheim, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Künstlernachlässe
Dr. Alfred Weidinger, Direktor des Museums der bildenden Künste Leipzig
Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst
Christoph Wielepp, Friedrich-Ebert-Stiftung Dresden

Anmeldung bitte bis 16. April 2018 per Post: Friedrich-Ebert-Stiftung // Regionalbüro Dresden // Obergraben 17a // 01097 Dresden Telefon: 0351 8046803 oder per Mail an: sachsen@fes.de Betreff: Gläserne Werkstatt