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Kulturausgaben im kommenden Doppelhaushalt sollen um 13 Prozent wachsen

Der Entwurf des sächsischen Kulturhaushaltes 2019/20 sieht noch über den Regierungsentwurf hinausgehende weitere Erhöhungen vor. Die Koalitionsfraktionen von CDU und SPD wollen nun jeweils noch einmal 5,2 Millionen jährlich auf den Kulturhaushalt drauflegen. Gegenüber dem laufenden Jahr würden dann ab 2019 die Kulturausgaben des Freistaates um 13 Prozent steigen. Jährlich sollen etwa 240 Millionen Euro zur Verfügung stehen, worüber im Dezember noch das Landtagsplenum abstimmen muss.

Aufstockungen der Landeszuschüsse sind vorgesehen bei den Kulturraumitteln um zehn Millionen Euro auf nunmehr 104,7 Millionen jährlich (mit dem im Mai verkündeten so genannten „Kulturpakt“, der die Theater und Orchester wieder auf das Flächentarifniveau anheben will).

Weiterhin aufgestockt wird im Haushaltstitel „Allgemeine Kunst- und Kulturförderung“, worunter die Spartenförderung der Landeskulturverbände und die Ausstattung der Kulturstiftung fällt. Hier will die Koalition 2,4 Millionen Euro draufsatteln, so dass dieser Posten künftig fast 13 Millionen umfassen soll. Für die institutionelle Förderung sind mit den Schostakowitsch-Tagen in Gohrisch & Festival Sandstein und Musik, dem Mozartfest Chemnitz, der Leipziger Schaubühne Lindenfels und den Dresdner Sinfonikern weitere Institutionen in die SMWK Förderung aufgenommen (die Auswahl habe man nach Aussage der kulturpolitischen Sprecherinnen der Koalition regional ausgewogen und zugleich nach Kriterien überregionaler Bedeutung vorgenommen). Die Erhöhungen bei der Kulturstiftung schließen explizit für den Bereich Bildende Kunst die Neuauflage einer Konzeptförderung für kleinere Kunstorte sowie eine Gastspielförderung ein.

Für die kulturelle Bildung stehen künftig 1,5 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Für die Anträge der drei sächsischen Kulturhauptstadtbewerber Dresden, Chemnitz und Zittau werden zu gleichen Teilen je 100 000 Euro dazu gegeben, wo die Entscheidung im kommenden Jahr fällt. Der übrig bleibende Favorit soll dann 2020 noch einmal 600 000 Euro erhalten.

Credo der Kulturpolitikerinnen der Koalition ist, mit jedem Kultur-Euro „das Fundament für den sozialen Zusammenhalt zu stärken“.

Für den Bereich Künstlernachlässe und Künstlerdatenbank sieht bereits der Regierungsansatz jährlich über 400.000 Euro vor, für die "Förderung der Erfassung, Bearbeitung und Bewahrung von Nachlässen sächsischer Kunstschaffender" in Abwicklung und Steuerung durch die SKD sowie für die laufende technische Betreuung der Werkdatenbank sächsischer Kunstschaffender durch die SLUB.