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Neue Kulturförderrichtlinie der Landeshauptstadt Dresden in Kraft

Mit der novellierten „Fachförderrichtlinie der Landeshauptstadt Dresden zur Kommunalen Kulturförderung“ sowie einer neu erarbeiteten „Fachförderrichtlinie über die Gewährung einmaliger Zuschüsse für Investitionen in Kultureinrichtungen“ bringt die Landeshauptstadt Dresden sowohl im konsumtiven als auch im investiven Bereich neue Förderinstrumente für die Freien Träger in der Kulturszene auf den Weg.

„Die beiden neuen Richtlinien passen sich den aktuellen Bedarfen der Akteure an und führen wichtige Kriterien wie die Empfehlung der Honoraruntergrenze und Nachhaltigkeit ein. Wir können damit zeitgemäß auf die Arbeits- und Existenzbedingungen für kulturelles und künstlerisches Schaffen in Dresden reagieren“, so Dr. David Klein, Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz.

Neuerungen

  • Die Institutionelle Förderung einer Kultureinrichtung als Zuwendung für über das ganze Jahr zu erbringende kontinuierliche Leistungen, greift erst ab einer beantragten Summe von 15.000 Euro.
  • Die bisherige Kleinprojekteförderung wird in die Projektförderung integriert. Projekte bis zu einer beantragten Summe von 2.500 Euro sind Kleinprojekte und können zu vier Terminen im Jahr beantragt werden.
    1. Dezember für Kleinprojekte des I. Quartals des Folgejahres
    1. März für Projekte des II. Quartals des laufenden Jahres
    1. Juni für Projekte des III. Quartals des laufenden Jahres
    1. September für Projekte des IV. Quartals des laufenden Jahres
  • Projektförderung ab einem Förderbetrag in Höhe von 2.501 Euro kann weiterhin zu den Terminen 1. März und 1. September beantragt werden.

Die überarbeitete Richtlinie sieht darüber hinaus Möglichkeiten für mehrjährige Projektförderungen, Zuschüsse für Konzeptionsphasen und Kofinanzierungen (Eigenmittel) für Fördermittel von Land, Bund und EU vor. Zudem stehen neue Förderarten wie etwa eine mehrjährige Projektförderung als Konzeptförderung sowie ein Kofinanzierungsfonds zur Verfügung.

Ein zentraler Punkt der neuen Förderrichtlinie ist die zukünftige Berücksichtigung von Honoraruntergrenzen als Zuwendungsvoraussetzung in den Projektförderungen. Damit soll die faire und angemessene Vergütung von Künstlerinnen und Künstlern gestärkt werden. Beide Richtlinien setzen zentrale Forderungen der Strategie „Fair in Dresden 2025“ um, welche das Amt für Kultur und Denkmalschutz im Jahr 2018 im Austausch mit lokalen Kulturschaffenden, Interessenverbänden, Akteuren der Kommunalpolitik und anderen Kommunen entwickelt hat.

Zudem sollen zukünftig die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen („Sustainable Development Goals“ der UN) einen Bewertungsmaßstab für die Kulturförderung bilden. Damit können besonders klima- und ressourcenschonend organisierte Kultur- und Kunstprojekte gefördert werden.

Dem stetig wachsenden Investitionsbedarf der freien Kulturszene trägt eine vollständig neue Richtlinie Rechnung. Diese bündelt verschiedene Möglichkeiten von Investitionsförderungen im Kulturbereich. Gleichzeitig wird die Richtlinie in Hinblick auf die Zuwendungsempfänger und die Fördergegenstände breiter geöffnet: gefördert werden können zukünftig Investitionen in Arbeitsräume und technische Ausstattungen von Kulturschaffenden, aber auch in Veranstaltungsräume, darunter Räume von Religionsgemeinschaften wie Kirchen, wenn sie kulturellen Zwecken dienen.

Alle wichtigen Informationen zur Kommunalen Kulturförderung der Landeshauptstadt Dresden inklusive Antragsfristen finden Sie unter Kommunale Kulturförderung.