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Studie zur Europäischen Kultur- und Kreativwirtschaft

Die EU-Kommission hat eine Studie über die Finanzierung von Kultur- und Kreativunternehmen erstellt, auf deren Grundlage neue Strategien erarbeitet werden sollen, mit denen die Branche von der Europäischen Union unterstützt werden kann. 

Parallel zu dem Garantiefonds, den das neue Programm Creative Europe ab 2016 zur Verfügung stellen wird, will die Kommission dabei helfen, dass Darlehensgeber mehr über die Darlehensnehmer in der Kultur- und Medienbranche erfahren, um eine höhere Kreditwürdigkeit für kleine und mittlere Unternehmen zu erreichen. Gegenwärtig besteht in diesem Bereich eine Finanzierungslücke von rund 13,4 Milliarden Euro. Diese Lücke entspricht den Investitionen, die unterbleiben, weil Unternehmen mit einer soliden Geschäftsstrategie und gutem Risikoprofil ein Darlehen verweigert wird oder weil sie sich gar nicht erst darum bemühen, da sie keine ausreichenden Sicherheiten anbieten können.

Die EU-Studie beweist, wie leistungsstark Europas Kultur- und Kreativbranche ist: Insgesamt gibt es knapp eine Million Unternehmen in der Kultur-und Kreativbranche in der EU. Die meisten (rund 150 000) sind in Italien angesiedelt, vor allem in Architektur und Design. Deutschland kommt mit knapp 90 000 an dritter Stelle nach Frankreich und vor Großbritannien. Die Gewinnspanne der Kultur- und Kreativbranche liegt über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt, wobei deutsche Unternehmen mit einem Umsatz von 68 Mrd. Euro den zweiten Platz nach Großbritannien, die rund 8 Mrd. Euro mehr umsetzen belegen. Alle europäischen Kreativunternehmen zusammen haben einen Umsatz von 402 Mrd. Euro und einen Gewinn von 153 Mrd. Euro im Jahr 2010 erwirtschaftet. Die Studie (in englischer Sprache) erhalten Sie als PDF-Dokument (5 MB) unter:

http://ec.europa.eu/culture/key-documents/access-to-finance-survey_en.htm

PM, AF