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Studien zur Kultur- und Kreativwirtschaft vor und nach COVID-19

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist in besonderer Weise von der Corona-Pandemie betroffen. Nach der Rebuilding Europe Studie 2021 ist die Kultur- und Kreativwirtschaft in Europa mit einem Umsatzverlust von 31% von der Corona-Krise stärker betroffen als beispielsweise der Tourismus (27%) oder die Automobilbranche (25%).

Der Umsatzrückgang in der bildenden Kunst mit 38 Prozent ist in den einzelnen Branchen der Kunst- und Kreativwirtschaft der drittgrößte, in absoluten Zahlen sogar der zweitgrößte. Weitere Aspekte, unter anderem zu den bevorstehenden Herausforderungen im Umgang mit der Krise, finden Sie in der Zusammenfassung unter: https://www.akm.at/wp-content/uploads/2021/01/GESAC_EY_Zusammenfassung_Studie-2021.pdf

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie Der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien legt auch das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes eine „Betroffenheitsanalyse der Kultur- und Kreativwirtschaft von der Corona-Pandemie“ für Deutschland vor. Darin werden die Umsatzverluste des Jahres 2020 im Vergleich zu den Vorjahren betrachtet, mit 13 Prozent sind es die größten Verluste seit 2009. In einigen Branchen der Kultur- und Kreativwirtschaft sinkt das Umsatzniveau unter das des Jahres 2003. Besonders stark betroffen sind auch nach dieser Studie der Markt für darstellende Künste mit einem Umsatzverlust von 85 Prozent und der Musikmarkt mit einem Umsatzverlust 54 Prozent, der Kunstmarkt hat danach einen Umsatzverlust von 51 Prozent. Leidtragende auf der Seite der Erwerbstätigen sind neben den Soloselbständigen und Freiberuflern insbesondere auch geringfügig Beschäftigte und Mini-Jobber im Kulturbereich.