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Tagung in Leipig: Geht Heimat immer nur verloren oder kann sie neu entstehen?

Ein kritischer Blick auf den Kulturbegriff Heimat. Die Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt mit dem BUND, mit Unterstützung durch den Rat für Nachhaltige Entwicklung.

Im Rahmen der Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt laden BUND und Deutscher Kulturrat zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff ein. Bei einer Diskussion im Leipziger Museum der bildenden Künste und einer Exkursion in das ehemalige Tagebaugebiet Neuseenland soll erörtert werden, was das Gefühl von "Heimat" und "Heimatverlust" eigentlich genau bedeutet.

Das Programm

Freitag, den 06.09.2019

14:30 Uhr: Interne Führung durch das Museum der bildenden Künste Leipzig durch Freiherr Speck von Sternburg. Er ist der Nachfahre eines berühmten Wollhändlers, der, aus Süddeutschland kommend, zum Kunstmäzen in der Stadt wurde. 1994 wurde ihm die Familien-Kunstsammlung rückübertragen. 1996 gründete er die Maximilian Speck von Sternburg-Stiftung, um die Sammlung der Stadt Leipzig zur öffentlichen Nutzung zur Verfügung zu stellen. Die Sammlung umfasst 202 Gemälde, 126 Zeichnungen, mehr als 500 druckgrafische Blätter aus dem 14. bis 19. Jahrhundert. Mit Freiherr Speck von Sternburg werden wir auch besprechen, welchen Beitrag Kunst und Kultur zur Beheimatung leisten kann.

Kaffeepause im Museum

16:30 Uhr: Lesung von Regine Möbius „Schneisen der Zeitgeschichte“ im Museum der bildenden Künste Leipzig

18.30 Uhr: Diskussion inmitten des Museums der bildenden Künste Leipzig:
Geht Heimat immer nur verloren oder kann sie neu entstehen?

Kritischer Blick auf den Kulturbegriff Heimat

Grußwort des Museums der bildenden Künste Leipzig
Begrüßung: Susanne Keuchel, Präsidentin Deutscher Kulturrat
Einführung: Helix Heyer, Leipzigerin von der BUNDjugend
 

Podiumsdiskussion:

Regine Möbius (Schriftstellerin)
Valerie Schönian (Journalistin, Schriftstellerin)
Hubert Weiger (Vorsitzender BUND)
Olaf Zimmermann (Geschäftsführer Deutscher Kulturrat)
 

Moderation: Reinhard Bärenz, Leiter der Hauptredaktion Kultur MDR
Die Podiumsdiskussion wird aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt vom MDR Hörfunk gesendet.

 

Samstag, den 07.09.2019 

Am Samstagvormittag gibt es ein zusätzliches Programm-Angebot im Neuseenland, einem ehemaligen Braunkohle-Tagebaugebiet. Dieses wird vom BUND Leipzig organisiert. Dabei sollen auch Gespräche mit Betroffenen geführt werden, die früher hier lebten und durch den Braunkohlebergbau ihre Heimat verloren haben. Gemeinsame erleben wir mit Bus und Boot, wie Heimat zerstört wurde und vollkommen anders neu entstanden ist.

Anmeldung und weitere Informationen: j.kober@kulturrat.de

Weitere Information finden Sie hier.