Aktuelle Mitteilungen

Werkdatenbankeinträge verfänglich für amtliche Wertermittlung?

Immer wieder erreichen uns verunsicherte Anfragen, ob ein - auch für das Finanzamt - öffentlich einsehbares Werkverzeichnis zur Annahme hoher Eigentumswerte führen und quasi zum Beweis dafür werden kann.

Der bei unserem Erbrechtseminar dazu gegebene anwaltliche und steuerrechtliche Rat lief darauf hinaus, dass es immer auf den Nachweis des tatsächlichen Marktwertes ankommt. Dieser ist zwar theoretisch ermittelbar, man hat aber je immer die Möglichkeit, dies mit der realen Situation zu konterkarieren. Hier liegt die Nachweisaufgabe beim Künstler/in und müssen diese gewissermaßen auch Buch über die nicht zustande gekommenen Verkäufe führen. Der Kern liegt im Nachweis von erfolgten oder nicht erfolgten zeitnahen Werkverkäufen. Ein für das Finanzamt allgemein feststellbarer Marktwert ist relativ, wie wir wissen, und nur anwendbar auf eine überschaubare Anzahl von Künstlern und Werken. Sinnvoll ist also, sich ganz pragmatisch in einer formalistischen Argumentationskette zu bewegen, und die Nichtverkäufe möglichst zu belegen (ohne das zu persönlich zu nehmen) und auch Belege für Zurückweisungen und Ablehnungen von Galeristen etc. aufzubewahren, um bei einer möglichen Nachweispflicht diese zum Beweis für einen eben nicht in Verkäuflichkeit und finanziell bemessbarem Eigentumswert beibringen zu können.