Open Call: Urban Ecologies - Coexistence and Control, Klagenfurt (AT) Die Stadt ist ein geteiltes Habitat. Im urbanen Raum begegnen einander Menschen, Tiere, Pflanzen und technische Systeme – sichtbar oder verborgen, geduldet oder verdrängt, gefördert oder bekämpft. Sie agieren zwischen technischen Infrastrukturen, sozialen Dynamiken und ökologischen Bedingungen. Der Klagenfurter Lendhafen bildet dabei als Schnittstelle zwischen Wasser, Infrastruktur, Freizeit und ökologischen Dynamiken einen besonderen Resonanzraum für künstlerische Auseinandersetzungen mit urbanen Ökologien. Der Verein Lendhauer lädt dazu ein, urbane Räume als Gefüge vielfältiger Beziehungen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteur:innen zu untersuchen. Im Zentrum stehen Fragen von Koexistenz und Kontrolle: Was gilt als nützlich, was als störend? Wer oder was darf bleiben, und wer wird ausgeschlossen? Wer wird gefördert, wer wird reguliert? Ist ein friedliches Zusammenleben möglich oder ist dies nur eine Utopie? Wie lässt sich eine mögliche Zukunft gestalten? Der Open Call richtet sich an Künstler:innen, Designer:innen, Architekt:innen, Performer:innen, Theoretiker:innen sowie Akteur:innen aus interdisziplinären Kontexten. Bewerben können sich Einzelpersonen und Kollektive aus Österreich und dem Ausland. Willkommen sind sowohl ausgearbeitete künstlerische Positionen als auch experimentelle, prozesshafte oder kollaborative Ansätze. Gesucht werden künstlerische Arbeiten, die im Klagenfurter Lendhafen realisiert werden und sich mit den sozialen, ökologischen und materiellen Bedingungen des öffentlichen Raums auseinandersetzen. Der urbane Raum wird dabei nicht nur als Ort der Präsentation verstanden, sondern als aktiver Bestandteil der Arbeit. Von Interesse sind Arbeiten, die den urbanen Raum als Gefüge von Koexistenz, Kontrolle, Konflikt und gegenseitiger Abhängigkeit begreifen – und diese Beziehungen vor Ort sichtbar und erfahrbar machen. Ausgangspunkt können unterschiedliche Perspektiven sein: die Präsenz von Wildtieren in der Stadt und ihre Aneignung von Lebensräumen; Pflanzen zwischen Nutzung und ökologischer Koexistenz; Konstellationen von Tier, Mensch und Maschine; die materiellen und symbolischen Formen urbaner Ausgrenzung, etwa gegenüber bestimmten Arten wie der Taube, aber auch gegenüber menschlichen Körpern. Realisierungszeitraum Die ausgewählten Arbeiten werden zwischen Anfang Juni und Ende September 2027 realisiert. Der genaue Zeitpunkt und die Dauer richten sich nach Art und Anforderungen des jeweiligen Projekts und werden gemeinsam mit den ausgewählten Personen festgelegt. Der Verein Lendhauer unterstützt die ausgewählten Personen bei der Abstimmung der technischen und organisatorischen Anforderungen vor Ort sowie bei der Einholung erforderlicher Genehmigungen. Einreichung Einreichungen sind bis 02.11.2026 per E-Mail an office@lendhauer.org zu senden. Betreff: Open Call 2027 Bitte reichen Sie ein PDF ein, das folgende Unterlagen enthält: Projektskizze (max. 3 A4-Seiten): Inhaltliche Beschreibung: Idee, Fragestellung und Bezug zum Thema des Calls. Umsetzung im öffentlichen Raum: Beschreibung des geplanten Formats (z. B. Installation, Intervention, Performance, Prozess) sowie Überlegungen zur konkreten Verortung und zur Interaktion mit dem urbanen Umfeld. Materialität/Ablauf: Angaben zu Aufbau, Material unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte, Dauer bzw. Zeitraum, benötigter Infrastruktur und gegebenenfalls zeitlichem Verlauf. Publikum/Zugänglichkeit: Überlegungen dazu, wie die Arbeit im öffentlichen Raum wahrgenommen werden kann und welche Formen der Begegnung oder Teilhabe möglich sind. Erste Einschätzung der Produktionskosten: Aufstellung der voraussichtlichen Kosten für Material und Technik sowie gegebenenfalls weiterer projektbezogener Produktionskosten. Kurzbiografie/CV: Informationen zur Person bzw. zu den Mitgliedern des Kollektivs. Portfolio: Dokumentation ausgewählter bisheriger Arbeiten (max. 10 Seiten). Das gesamte PDF darf eine Dateigröße von 15 MB nicht überschreiten. Budget Für jedes ausgewählte Projekt stehen folgende Mittel zur Verfügung: Produktionsmittel von bis zu 4.000 € brutto Honorar von bis zu 2.500 € brutto zusätzlich Reisekosten von bis zu 1.000 € Die konkrete Höhe der Produktionsmittel richtet sich nach Umfang und Anforderungen des jeweiligen Projekts. Das Honorar wird pro ausgewähltem Projekt vergeben, unabhängig von der Anzahl der beteiligten Personen. Auswahl Die eingereichten Projekte werden von einer durch den Verein Lendhauer eingesetzten Jury beurteilt. Die Beurteilung erfolgt anhand folgender Kriterien: Inhaltlicher Bezug – Auseinandersetzung mit dem Thema des Calls „Urban Ecologies: Coexistence and Control“ Lendhafen-Bezug – Bezug zum konkreten Ort und seinen räumlichen, sozialen, ökologischen und materiellen Bedingungen Realisierbarkeit – Umsetzbarkeit des vorgeschlagenen Projekts im vorgesehenen zeitlichen, organisatorischen und finanziellen Rahmen Entwicklung für den Ort – Potenzial des Projekts, neue Perspektiven, Erfahrungen oder Auseinandersetzungen mit dem Lendhafen und seinem Umfeld zu ermöglichen Alle Bewerber:innen werden bis Ende Dezember 2026 über das Ergebnis des Auswahlverfahrens informiert. Abgabedatum 02.11.2026 Genre Kunst am Bau/ Kunst im öffentlichen Raum Kontakt Lendhauer – Zeitgenössische Kunst und Kultur im öffentlichen Raum CoWorkingSpace Hafen 11 Tarviser Straße 11 9020 Klagenfurt am Wörthersee Austria E-Mail: office@lendhauer.org www.lendhafen.at/open-call-2027-urban-ecologies-coexistence-and-control/ Ausschreibungsart Projektförderung