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Ringen um Werkdatenbank hält an

Die Werkdatenbank Bildende Kunst Sachsen ist ein dynamisches und stetig wachsendes Archiv – das ist ihre Besonderheit. Sie enthält aktuell rund 33.500 Werke von etwa 200 Künstler:innen. Obwohl sie für viele als Werkverzeichnis, Präsentationsmittel und Forschungsgrundlage grundlegende Bedeutung hat, ist sie gefährdet, wie Susanne Magister am 26. Februar 2026 in den Dresdner Neuesten Nachrichten schrieb: „Das ,digitale Schaufenster sächsischen Kunstschaffens‘ steht vor der paradoxen Situation, dass es inhaltlich wächst, sich strukturell bewährt – und ausgerechnet jetzt finanziell auf der Kippe steht. Während andere Bundesländer Werk- und Nachlassdatenbanken gerade erst aufbauen, droht Sachsen, sein eigenes Vorzeigeprojekt auslaufen zu lassen.“ Denn im aktuellen Doppelhaushalt sind für die Werkdatenbank mit 10.000 Euro nur noch ein Neuntel der vorherigen Mittel zum Erhalt der Werkdatenbank eingestellt. Diese Summe deckt 2025 und 2026 nicht einmal die Lizenzgebühr für das zugrundeliegende Datenbanksystem. In diesen Jahren spart der LBK den Fehlbetrag aus seinem institutionellen Haushalt heraus. Die nötige technische Weiterentwicklung kann jedoch ebenso wenig erfolgen, wie die umfassende Betreuung der Künstler:innen und Nachlasshalter:innen. Denn auch die Mittel für die drei regionalen Tutor:innen wurden massiv reduziert. Das wichtigste Merkmal der Werkdatenbank, ihre stetiges Wachstum und die Möglichkeit zur Ergänzung muss unbedingt erhalten bleiben, ansonsten büßt sie ihre Bedeutung sowohl für die Künstler:innen, als auch für die Rezipient:innen ein. Insofern gilt es dieses Jahr, für eine solide Finanzierung der Werkdatenbank zu kämpfen.

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