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SchUM-Artist in Residence 2026

Die jüdischen Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz bildeten im Mittelalter ein einzigartiges, bedeutendes Zentrum jüdischen Lebens für ganz Aschkenas – eine aus dem Mittelalter stammende rabbinische Bezeichnung für Mitteleuropa und Deutschland und die dort lebenden Juden. Die drei Gemeinden formierten einen Verbund, der die Architektur, Kultur, Religion und Rechtsprechung der mittel- und osteuropäischen
jüdischen Diaspora entscheidend geprägt hat.
Das Akronym SchUM leitete der jüdische Gemeindeverbund am Rhein aus den hebräischen Anfangsbuchstaben seiner drei Städte Schpira, Warmaisa und Magenza ab. Die baulichen Zeugnisse – Synagogen, Frauenschuln, Lehrhäuser und Ritualbäder – sowie die jüdischen Friedhöfe in Worms und Mainz dokumentieren gemeinsam mit der religiösen Überlieferung die immense Bedeutung und Innovationskraft der SchUM-Gemeinden im mittelalterlichen aschkenasischen Judentum. Bis heute sind einzigartige Zeugnisse aus dieser Zeit in den drei Städten erhalten. Seit 2021 sind die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz eingeschriebenes UNESCO-Weltkulturerbe und bilden somit das erste jüdische Welterbe in Deutschland.

Die SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz schreiben zum dritten Mal das internationale Künstlerresidenzprogramm „SchUM-Artist in Residence“ aus. Kunstschaffende weltweit sind eingeladen, sich intensiv mit den historischen und kulturellen Aspekten des UNESCO-Welterbes SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz auseinanderzusetzen und innovative Werke zeitgenössischer Kunst zu schaffen, die das reiche Erbe dieser Orte reflektieren und neu interpretieren. Die Residenz findet im Zeitraum von Mitte April bis Mitte Mai 2026 statt und dauert vier bis sechs Wochen.

Weitere Informationen / zur Ausschreibung

Abgabedatum
30.09.2025
Genre
Kontakt

Bewerbungen und Rückfragen bitte an:
Johanna Weiß, künstlerische Leitung SchUM-Artist in Residence
johanna.weiss@schumstaedte.de

www.schumstaedte.de

Ausschreibungsart
vom