Protest gegen geplante Kürzungen im Kulturhaushalt Sachsen Die Interessengemeinschaft der Landeskulturverbände Sachsen, der auch der Landesverband Bildende Kunst Sachsen angehört, forderte in einem offenen Brief deutliche Nachbesserungen am Entwurf des Doppelhaushalts 2027/2028. Die Landespolitik soll danach insbesondere eine Kurskorrektur in vier zentralen Handlungsfeldern vornehmen: Kulturraumgesetz planungssicher gestalten Kulturstiftung des Freistaates vor Kürzungen schützen Kulturelle Bildung stärken statt kürzen Freie Kulturszene und Institutionelle Förderung sichern. Der LBK hat zudem im Schulterschluss mit anderen Verbänden eine Postkartenaktion gegen Kürzungen im Bereich Kulturelle Bildung initiiert und ca. 3000 Postkarten in den Umlauf gebracht. Nun hat Dr. Claudia Maicher, kulturpolitische Sprecherin der BÜNDNISGRÜNEN Landtagsfraktion, zu den geplanten Kürzungen mehrere kleine Anfragen im Sächsischen Landtag gestellt: zur Kulturraumförderung (Drs. 8/7857), zur Förderung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen (Drs. 8/7583), und zu den geplanten Kürzungen im Bereich Kulturelle Bildung (Drs. 8/7645). In einer Pressemitteilung erklärt sie dazu: „Noch mit Einbringung des Haushaltsentwurfs behauptete Kulturministerin Barbara Klepsch, mit ihren Schwerpunktsetzungen für Stabilität und Substanzerhalt gesorgt zu haben. Die Zahlen im Haushaltsentwurf sprechen aber eine ganz andere Sprache. Das ist bewusste Täuschung.“ Weiter heißt es bei ihr: „Die massiven Eingriffe bei der Kulturstiftung des Freistaates, bei Jugendkunstschulen und Angeboten kultureller Bildung wirken wie willentliche Zerstörung. Die Kulturraummittel werden durch die Hintertür gekürzt. Davon sind vor allem auch die freie Kulturszene von Soziokultur über bildende und darstellende Kunst bis Literatur und kleinere Museen und Bibliotheken betroffen. Selbst institutionelle Förderungen, die schon im Doppelhaushalt 2025/26 gekürzt wurden, werden weiter geschröpft. Überall zieht die Staatsregierung den Freistaat aus seiner Verantwortung für das Staatsziel Kultur.“ Der LBK setzt sich in Gesprächen mit Abgeordneten, in Interviews (hier etwa bei Coloradio) und anderen Mitteln weiterhin für eine Rücknahme der geplanten Kürzungen ein. Der kommende Doppelhaushalt für 2027/28 soll Ende des Jahres beschlossen werden. Kategorie eigene Info (LBK)