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Umfrage des Landesverbandes Bildende Kunst Sachsen: Künstlerische Bildungsangebote an Schulen unverzichtbar – Rahmenbedingungen müssen dringend verbessert werden

Die Schule beginnt – und damit starten auch die Ganztagsangebote für Schüler:innen an sächsischen Schulen. Seit dem 1. August wird der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen schrittweise eingeführt – gleichzeitig werden die finanziellen Mittel für Ganztagsangebote vom Freistaat Sachsen weiter gekürzt. Auch im Entwurf für den Doppelhaushalt 2027/2028 ist das Budget erneut geringer als in den Vorjahren.

Von den Kürzungen betroffen sind unter anderem Kunstkurs-Angebote an Schulen und damit auch die Arbeitsbedingungen der externen Künstlerinnen und Künstler. Eine aktuelle Umfrage des Landesverbandes Bildende Kunst Sachsen (LBK) macht deutlich, unter welch schwierigen Bedingungen Künstler an Schulen arbeiten. Dabei leisten ihre Angebote weit mehr als die Vermittlung künstlerischer Techniken: Sie fördern Kreativität, Demokratiekompetenz und die persönliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Viele von ihnen behandeln gesellschaftspolitische Themen und sind damit auch Teil der politischen Bildung.

„Durch die Kürzungen habe ich alle Jobs in diesem Schuljahr verloren. In Zukunft sieht es eher schlecht aus mit einer freien Mitarbeit an Schulen“, berichtet ein Teilnehmer der anonymen Umfrage. Fallen die Ganztagsangebote weg, sind nicht nur die Künstlerinnen einer wichtigen Einkommensquelle beraubt. Die Leidtragenden sind die Schülerinnen und Schüler. Gerade in den Ganztagsangeboten werden Kinder und Jugendliche erreicht, die sich im Unterricht schwertun.

Damit Angebote im Bereich Bildende Kunst auch künftig ein verlässlicher Bestandteil des Schulalltags in Sachsen sein können, fordert der LBK angemessene Honorare und stabile Förderinstrumente, Rechtssicherheit, gute Vermittlungsstrukturen sowie Möglichkeiten zur Weiterbildung.

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